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Lvood151

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1

Samstag, 7. Dezember 2013, 13:17

Hilfe, mein Schreibtisch + Arbeitszimmer versinkt innerhalb kürzester Zeit im Chaos (trotz Aufräumversuchen)

ein Problem begleitet mich dauerhaft: der Schreibtisch daheim versinkt innerhalb kürzester Zeit im Chaos. ?(

Das hat vermutlich mehrere "gute" Gründe:
  • Es ist kaum Zeit, die Sachen abzuarbeiten - dafür kommt dauernd was dazu
  • meine Ablage hat kein durchgängiges System - bei machen Dingen bin ich vermutlich nicht sicher, wo sie hingehören
  • die Schränke und Regale quellen über vor lauter Zeugs, selbst wenn ich also System hätte, hab' ich doch keinen Platz um die Sachen ordentlich abzulegen :(


im Prinzip ist die Antwort klar:
Aufräumen, Ausmisten, möglichst viel wegwerfen, Ablagesystem überarbeiten.
Ich bilde mir ein, ich hätte das schon mehrmals gemacht, aber irgendwie ist nach kurzer Zeit wieder das alte Chaos da, es türmen sich Stapel von Papier im Eingangskorb und auf allen waagerechten Flächen. :(

Geht es jemandem hier eventuell ähnlich und seid Ihr da rausgekommen?
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Scampolo

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2

Samstag, 7. Dezember 2013, 19:24

Mir ging es auch lange so. Bei mir lag die Lösung dann tatsächlich darin, genügend Platz für "Referenzmaterial" zu schaffen, also passende Ordner für alles was so kommen kann. Natürlich in Verbindung mit einem Brother QL-550 Drucker, mit dem ich die Ordner gleich pefekt beschriften kann und dann auch alles schnell wieder finde. Wenn Du tatsächlich nicht genug Platz dafür hast, ist das ein echter Nachteil, denn man kann ja nicht alle zwei Tage alles Mögliche weg werfen. Wir haben damals zwei IKEA-Regale gekauft, in die Mitte des Arbeitsraums "Rücken an Rücken" gestellt und hatten dann (meine Frau und ich) gleichzeitig einen Raumteiler und Platz für über 100 Ordner plus Bücher, Zeitschriften und was weiss ich alles.

Evaluise

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3

Sonntag, 8. Dezember 2013, 05:16

Lvood, es gibt keine Lösung. Man kann die Ablage neu organisieren, bei mir Ordner -> Classei. War segensreich und ich bin heute noch jeden Tag froh drüber, mir damals die Zeit für die Umstellung gegönnt zu haben, ändert aber nichts dran, daß immer mehr dazukommt, als man abarbeiten kann. Man kann neue Regale aufstellen (verflixt, das zuletzt aufgebaute ist auch schon wieder fast voll), ändert aber nichts dran, daß auch da dann mehr drinsteht, als man jemals abarbeiten kann. Hätte mein Büro eine fabrikhallenartige Größe, wäre es von hüfthohen Regalen mit bequemen Ablageflächen gesäumt und die wären alle voll - und es würde kein bißchen mehr bearbeitet als jetzt. Und selbst wenn ich jemanden dafür bezahlen würde, regelmäßig alle Papiere einzuscannen, so daß sie praktisch keinen Quadratmeter mehr wegnehmen würden - die Zeit, sie zu bearbeiten, würde dabei auch nicht rausspringen.

Scampolo

Schüler

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4

Sonntag, 8. Dezember 2013, 10:53

... und trotzdem halte ich genügend Stauraum für ein Kernstück jeder GTD-Arbeitsweise. Natürlich darf man nicht alles ungeprüft und tonnenweise irgendwo einlagern. Ich habe festgestellt: Entweder das herumliegende Material passt thematisch in einen Ordner, dann kommt es da rein. ODER es ist neu und mir so wichtig, dass ich einen eigenen Ordner dafür anlege und beschrifte. Wenn ich schonmal keine Lust habe, einen Ordner anzulegen ist es wahrscheinlich auch nicht wichtig genug und kommt dann in der Regel weg. Sinnvolles Wegwerfen und Ausmisten ist natürlich trotz aller Ablage absolut sinnvoll. Vielleicht tue ich mir da ein bisschen leicht, da mir im Büro einige Schränke zur Verfügung stehen und ich für älteres Archivmaterial noch einen Kellerraum nutzen kann.

Abschließend von meiner Seite: GTD heisst für mich unter Anderem: a) Schreibtisch leer, b) In meinen Tagesmappen oder als Outlook-Aufgabe nur die Kurzbeschreibung der Arbeit plus ggf. ein Verweis, wo die Unterlagen dazu abgelegt sind, c) ALLES ANDERE liegt ausser Sichtweite in Ordnern oder meinetwegen auch in ein paar (beschrifteten) Hängemappen.

Evaluise

Erleuchteter

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5

Sonntag, 8. Dezember 2013, 13:34

Scampolo, ich stimme Dir ja zu, bloß sieht's im wirklichen Leben oft anders aus ... und Lvood ist glaub ich nicht in der glücklichen Lage, einen eigenen Aktenkeller einrichten oder sein Arbeitszimmer groß erweitern zu können, der hat zwei kleine Kinder und die brauchen im Zuge des Älterwerdens eher mehr Platz als weniger.
Wobei mir einfällt ... in meinem ersten externen Büro gab es ein Hochbett, weil der Vormieter es offenbar oft abends nicht geschafft hat, noch nach Hause zu fahren - oder was weiß ich wieso. War echt praktisch, da konnte man Unmengen Zeugs verstauen, und sowas darf man glaub ich auch in Mietwohnungen einbauen, naja, geht natürlich nur, wenn der Raum hoch genug ist. Wäre das eine Lösung, Lvood? Zwar gilt dann theoretisch "aus den Augen, aus dem Sinn", aber erstens sollten die Aufgaben eh in irgendeiner Form von Liste stehen, und zweitens machen wir uns doch nix vor, Du wirst eh nie alles schaffen und dann ist es auch eher schnurz, ob Du die Sachen siehst oder nicht - oder sogar besser, sie nicht zu sehen, da dem Seelenfrieden förderlich.

Sportsfrau

Meister

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6

Montag, 9. Dezember 2013, 20:12

RE: Hilfe, mein Schreibtisch + Arbeitszimmer versinkt innerhalb kürzester Zeit im Chaos (trotz Aufräumversuchen)

ein Problem begleitet mich dauerhaft: der Schreibtisch daheim versinkt innerhalb kürzester Zeit im Chaos.

Der Schreibtisch daheim? Wo kommt denn die ganze Flut her? Ist das alles privat?

Ich bin nicht der Meinung, dass mehr Stauraum hilft. Über ein Mindestmaß hinaus verleitet Stauraum nur dazu, zu viel aufzubewahren.

Leider habe ich kein Patentrezept gegen die Flut außer DAs allgemeinen Umgang mit allem, was reinkommt. Ist das überhaupt für mich? Erfordert es eine Reaktion? Wenn nein, lohnt es sich, es aufzubewahren? Die Anschaffung eines großen Papierkorbes lohnt sich. Und abbestellen, was eigentlich keinen interessiert.

Und Platz schaffen, klar. Die Ablage durchsortieren. Uralte Steuerunterlagen, Versicherungspolicen für längst verkaufte Fahrzeuge, Mietverträge mit Leuten, die gar nicht mehr leben. Alles schon gehabt.

Ablage so, dass ablegen einfach ist. Proppenvolle Leitzordner und Classeiboxen sind schlecht. Unklare Strukturen ( wo soll das denn bloß hin? V-ersicherung oder doch A-uto?) ebenso.

Aber dass sich bei dir so viel Zeugs auf dem heimischen Schreibtisch ansammelt, das macht mich doch ein wenig fassungslos.
GTD gelesen 11/2007 +++ GTD umgesetzt seit 04/2008 +++ mein Werkzeug ist ein Atoma-Buch in A4

Lvood151

Meister

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7

Montag, 9. Dezember 2013, 22:09

@Scampolo:
vielen Dank - mehr Stauraum geht nicht. Ich glaube, wir haben einfach zu viel Zeugs.
Das hat vielfältige Gründe, die im Einzelnen zu weit führen würden.
Auf jeden Fall sind wir zu sehr "Sammler" und müssen lernen, uns frühzeitig von Dingen zu trennen.

@Evaluise:
herzlichen Dank für Dein Verständnis. Das mit dem Hochbett ist ja lustig - wäre für uns allerdings keine Option.

@Sportsfrau:
Deine Gedanken bringen mich tatsächlich weiter - denn die Frage ist berechtigt:

Zitat von »"Sportsfrau"«

Der Schreibtisch daheim? Wo kommt denn die ganze Flut her? Ist das alles privat?

Die Frage bringt mich auf die SPur des komischen Gefühls, das ich schon die ganze Zeit bei dieser Frage hatte....

Ich werde mal den Eingangskorb durchsehen, was sich da alles drin verbirgt:
(...)
Ein großer Teil ist von Banken und Versicherungen.
Dafür habe ich zwar eigentlich Leitz-Ordner eingerichtet und auch beschriftet und mit beschrifteten Trennblättern unterteilt, aber die sind groß, voll und schwer und die Ablage irgendwie unangenehm...

Unnötige Katalog-/Werbesendungen von Online-Shops haben wir eigentlich abbestellt und falls doch etwas durchkommt, werfe ich das meiste direkt weg.

Erschwerend kommen die Großprojekte hinzu:
* meine Doktorarbeit - die Unterlagen dazu belegen einen Großteil meines Stauraums im Arbeitszimmer, das reduziert den freien Platz für andere Unterlagen drastisch.
* Wir suchen schon seit längerer Zeit ein Haus zum Kauf - das ist bei der aktuellen Marktsituation schwierig, es kostet einen Haufen Zeit (Angebote sichten, prüfen, Termine machen, ...) und hier fällt tatsächlich immer wieder Papier an und es gibt bisher kein sinnvolles Ablagesystem. -> da muss ich was tun.
* Mit den Steuererklärungen bin ich ein paar Jahre "hintendran", d. h. da lagern auch noch die Belege für mehrere Jahre und warten darauf, bearbeitet zu werden.

Die Kinder haben auch ihren Anteil - es gibt regelmäßig kaputte Spielsachen o.ä., die repariert werden müss(t)en und unser großer Sohn malt und bastelt sehr gerne (und leider auch viel) - da fällt es schwer, die frischen Kunstwerke gleich in den Müll zu entsorgen, sie werden zunächst mal gesammelt und dann mit zeitlichem Abstand aussortiert...

(Was den Stauraum angeht, sind auch noch verschiedene Altbestände vorhanden, die mal aussortiert werden müssten (ein Zeitproblem).

Das Problem mit Inbox Zero ist:
nach dem Aufräumen klappt das vielleicht ein paar Tage ganz gut, den Eingangskorb regelmäßig zu leeren, aber dann kommt irgendwas dazwischen (Kind krank, ich krank, Stress bei der Arbeit o.ä.) und sobald sich mal ein kleiner Haufen gebildet hat, wächst die Hemmschwelle ihn zu entfernen und der Haufen wächst noch viel schneller bis nach kürzester Zeit der ganze Arbeitsplatz in Chaos versinkt...
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Sportsfrau

Meister

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8

Montag, 9. Dezember 2013, 22:53

Ein großer Teil ist von Banken und Versicherungen.
Dafür habe ich zwar eigentlich Leitz-Ordner eingerichtet und auch beschriftet und mit beschrifteten Trennblättern unterteilt, aber die sind groß, voll und schwer und die Ablage irgendwie unangenehm...

:whistling: Das bewirkt bei mir mit 100%iger Sicherheit den Beginn eines Stapels. Ein weiteres bewährtes Rezept ist, nicht rasch zu entscheiden, wo das Papier hingehört sondern es bis zur Entscheidung zu parken. Oh, ich kenne dein Problem leider gut!

Banken und Versicherungen, die zig Schreiben zur Sepa-Umstellung, die gerade täglich kommen, lege ich übrigens im Aktenvernichter ab...

Dass dauernd Spielzeug kaputt ist, lohnt vielleicht auch einen zweiten Blick. Haben deine Kinder Spielsachen, die für ältere Kinder gedacht sind? Schenkt ihnen jemand Spielzeug von schlechter Qualität? Warum geht das dauernd futsch?
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Lvood151

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9

Montag, 9. Dezember 2013, 23:29

Dass dauernd Spielzeug kaputt ist, lohnt vielleicht auch einen zweiten Blick. Haben deine Kinder Spielsachen, die für ältere Kinder gedacht sind?

bei einem Altersunterschied von mehreren Jahren bleibt es leider nicht aus, dass einer an Sachen kommt, die für ältere Kinder gedacht sind. ;)
(schlechte Qualität ist sicher auch ab und zu mal das Problem, aber nicht vordringlich)

Oh, ich kenne dein Problem leider gut!

ja, beim Schreiben vorhin wurde mir auch wieder klar, dass das vermutlich eines der Haupt-Probleme ist. Ich will diese dicken, schweren, vollgestopften Ordner möglichst gar nicht in die Hand nehmen - deswegen habe ich jetzt gleich damit angefangen :-)
... und ja, der SEPA-Krempel nervt wirklich. :wacko:
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Sportsfrau

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10

Dienstag, 10. Dezember 2013, 06:11

Ich will diese dicken, schweren, vollgestopften Ordner möglichst gar nicht in die Hand nehmen - deswegen habe ich jetzt gleich damit angefangen :-)
:thumbsup:

Mir hilft dann, einen neuen Ordner anzulegen. Manchmal denke ich aber, ach was, das Projekt ist so gut wie abgeschlossen, das war bestimmt das letzte Stück Papier. Und quetsche es mühsam noch rein. Und ein paar Tage später dann das allerletzte Stück Papier und... Grrr

Privat habe ich Classeimappen für aktuelles Infomaterial und für aktive Dinge wie Kreditkartenabrechnung oder Krankenversicherung. Seit ein Schreiben nur noch schnell in der Mappe versenkt werden muss, verschwindet das viel schneller. Ich entrümple auch viel eher Classeimappen als Leitzordner. Ich betrachte die nicht als Allheilmittel aber am Samstag beispielsweise kam ein Schreiben der ehem. GEZ. Lesen, Info aus der Mappe GEZ entnehmen, Antwortschreiben verschicken und eine Kopie in die GEZ Mappe, fertig. Hätte ich dafür Ordner, das läge rum bis Neujahr. Optimistisch betrachtet.
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Evaluise

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11

Dienstag, 10. Dezember 2013, 06:39

<Sehe gerade, daß Sportsfrau mir zuvorgekommen ist:>
Lvood, Du solltest (über Weihnachten?) wirklich mal über den Umstieg auf Classei oder Leitz-Tab-Einstellmappen nachdenken. Neenee, nicht den kompletten Altkrempel auflösen, und Deine Doktorarbeit meine ich damit auch nicht, aber alles Sonstige, was ab 2014 reinkommt, in Einstellmappen ablegen. Dann gibt es z.B. eine Box fürs Hauskaufprojekt und eine für Versicherungen oder eine für jedes Familienmitglied. Das beschleunigt die Ablage und auch das Wiederfinden wirklich.
Und wenn Du nicht alles auflöst, sondern 2014 neu startest, ist der Umstieg auch nur mäßig zeitaufwendig. Denn der Zeit, die Du ansonsten brauchst, um den richtigen Ordner zu finden, Platz zum Aufklappen freizuräumen, die Papiere zu lochen, Ordner aufzuklappen, die richtige Stelle zu finden, die Papiere einzuheften und ggf. noch einen neuen Trennstreifen zu beschriften, Mechanik zu schließen, Ordner wieder wegzustellen - ja, in dieser Zeit kannst Du ebensogut eine neue Einstellmappe beschriften und hast das Problem für dieses spezielle Thema auf Jahre hinaus gelöst.
Einziges Problem dabei: die Ablage wird so leicht, daß man vielleicht sogar zu viel ablegt. Bei den Institutionen, die eine eigene Mappe haben, hab ich das SEPA-Schreiben nämlich nicht geshreddert, sondern fix in die Mappe plumpsen lassen, obwohl Shreddern wohl wirklich die bessere Lösung gewesen wäre.

Lvood151

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12

Dienstag, 10. Dezember 2013, 22:13

@Sportsfrau/Evaluise:
vielen Dank!
hm, Einstellmappen?! Zählen da auch Hängemappen, oder gibt es da einen gravierenden Unterschied?

Ich habe 4 große Schubladen mit Hängeregistern in "meinen" Schränken, aber gerade für diese Bank- und Versicherungssachen hatte ich das Gefühl, dass die Sachen in Ordnern besser aufgehoben sind.
Wo liegt aus Eurer Sicht der Vorteil bei den Mappen?

.. ich gebe zu, dass es einfacher ist, mich vom Stuhl aus kurz umzudrehen, einen halben Meter zum Schrank zu rollen, Schublade auf und etwas in eine Mappe schieben...
zumindest wäre es einfach, wenn im Schrank noch Luft wäre, aber die Mappen sind alle gestopft voll und der Schrank ist gestopft voll mit Hängemappen - da ist es auch schon eine Qual und es müsste dringend entrümpelt werden.

Vielleicht sollte ich tatsächlich für die Sachen, die häufig kommen, Mappen verwenden?!
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Evaluise

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13

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 06:07

Durchaus gravierender Unterschied, denn Hängemappen nehmen tatsächlich viel mehr Platz weg als Einstellmappen - alleine eine einzelne Hängeschiene ist ja schon dicker als eine Einstellmappe. Und ich schätze mal, Deine Hängemappen sind zumindest teilweise solche mit Einheftmechanik. Kann sinnvoll sein, behindert aber wieder die Ablage, denn man kann Blätter nicht einfach reinplumpsen lassen, ohne die Mappe rauszunehmen. Fest einheften tu ich inzwischen fast nur noch Buchhaltungsbelege, alles andere kommt einfach hinter- bzw. voreinander weg. In der praktischen Arbeit mit den Papieren hat sich das entgegen anfänglichen Befürchtungen nicht als hinderlich erwiesen. Mag in Einzelfällen, z.B. bei dicken Prozeßakten, anders sein, aber solche hab ich nicht.

Und egal ob der Altkram in Ordnern oder in Hängemappen ist - ab 2014 in Einstellmappen sortieren kann man trotzdem. Du müßtest erstmal nur eine Hängeschublade freiräumen oder einen halben Regalmeter für ein paar Boxen. Grundinvestition mal grob übern Daumen <100 € bei Leitz-Tab-Einstellmappen mit irgendwelchen so halbwegs passenden Boxen bzw. <200 € bei Classei mit perfekt passenden Boxen, wenn man sich auf die Grundausstattung beschränkt und nicht - wie ich es seinerzeit leider getan habe - angesichts der Fülle der Möglichkeiten ausflippt und viel zu viele verschiedene Mappen und überflüssiges Zubehör kauft.

Lvood151

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Mittwoch, 11. Dezember 2013, 21:32

@Evaluise: danke für die Aufklärung.
Die Böden meiner Hängeregister-Schubladen sind leider aus dünnem Holz und nicht sehr stabil - direkt in die Schubladen könnte man die Einstellmappen also nicht stellen.
Was die Hängemappen angeht: wir haben wirklich nur Hängetaschen, nichts zum Einheften oder so.

Offen gestanden mag ich nicht Geld in ein wieder-anderes System investieren - ich würde es erst mal mit den vorhandenen Hängemappen probieren. Der Anstoß ist gut - die hatte ich für solche Dinge irgendwie aufgegeben.
Das reinpumpsen-lassen ist in der Tat aber viel einfacher als abheften in einem schweren Ordner.
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Evaluise

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15

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 05:20

Alternativvorschläge zur Weiternutzung der Hängeregistratur:

Einstellmappen, die aber nicht in Boxen gestellt werden (denn dann bräuchtest Du bei Weiternutzung der Hämgeschubladen die Classei-Boxen mit den Einhängenasen oder die von vornherein einhängbaren Mappei-Boxen), sondern in sog. Hängesammler, die es bis zur Bodenbreite von 6 cm gibt. Daraus ergibt sich dann gleich eine automatische Unterteilung.

Oder tatsächlich nur Hängetaschen, die aber nach Jahren getrennt werden, damit sie handhabbar bleiben. Das abgelaufene Jahr wird je nach Papierumfang entweder mit einem Zettel "2013" drauf zusammengetackert und platzsparend in einem Karton abgelegt oder bleibt in der Hängemappe, aus der aber die Schienen rausgenommen werden, so daß sie weniger Platz braucht und in einem Karton verstaut werden kann. Oder man nimmt (nur für den abzulegenden Kram, der zwecks Platzgewinnung aus der Hängeregistratur verschwinden soll) simple Aktendeckel - die gibt es sehr preisgünstig an jeder Ecke.

Stampfa

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16

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 10:34

Wie viel Zeit verbringst du denn überhaupt am Schreibtisch zuhause? Verbringst du evtl. so wenig Zeit am Schreibtisch, dass es sich im Verhältnis zu anderen Sachen einfach unwichtig anfühlt?

Ansonsten ist das gute alte Delegieren auch nie verkehrt. Vielleicht doch mal einen Steuerberater für die alten Erklärungen? Kann deine Frau bei den Unterlagen zur Haussuche helfen?
GTD gelesen 01/09 - in Umetzung seit: 11/10 - Atoma DinA4 mit eigenem Locher

Lvood151

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17

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 11:08

@Evaluise: vielen Dank für die weiteren TIpps - mal sehen, was draus wird.
Wie gesagt: in neue "Hardware" mag ich eigentlich nicht investieren, die Hängemappen wären ja an sich ok, wenn die Schubladen nicht überquellen würden.
(Klar sehe ich ein, dass mit anderen Mappen vermutlich mehr reinpassen würde, aber es ist ja eigentlich das Ziel, Unnötiges Zeugs loszuwerden :whistling: )

@Stampfa:

Zitat

Verbringst du evtl. so wenig Zeit am Schreibtisch, dass es sich im Verhältnis zu anderen Sachen einfach unwichtig anfühlt?

Nein, ich verbringe rel. viel Zeit am heimischen Schreibtisch, weil dort der Computer steht und die Unordnung stört mich täglich.
Wenn eine gewisse kritische Masse an Unordnung erreicht ist, wird die Hemmschwelle zum Aufräumen immer größer = Teufelskreis.

Delegieren ist ein schönes Konzept - für Arbeitnehmer und Privatpersonen leider oft schwierig.
Steuerberater - hm - ich gehe davon aus, dass die Zeit, die ich brauche, um ihm das alles zu erklären, nicht viel weniger ist als die Zeit, das alles in die Steuersoftware einzutippen.

Haussuche - mal sehen. Meine Frau investiert schon relativ viel Zeit auf die Sichtung der Angebote und Vorauswahl der in Frage kommenden Objekte.
Aber im Prinzip hast Du Recht - wie sollten da eine gemeinsame Lösung für di e "Ablage" finden.
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Sportsfrau

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18

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 14:27

Steuerberater - hm - ich gehe davon aus, dass die Zeit, die ich brauche, um ihm das alles zu erklären, nicht viel weniger ist als die Zeit, das alles in die Steuersoftware einzutippen.


Beim ersten mal ja. Dann wird es weniger. Außerdem zwingt er dich, es in Angriff zu nehmen. JETZT. Und dann ist es weg und erledigt. Das eintippen in die SW, das kannst du heute machen, morgen, nächstes Jahr...

Ich mag Steuern auch gar nicht. Mit der Büro-Buchhaltung habe ich glücklicherweise nix am Hut außer Unterschriften zu leisten. Privat bin ich nebenberuflich umsatzsteuerpflichtig, deshalb packe ich das ganze Jahr über spätestens zum Quartalsende alle steuerrelevanten Papiere in einen Leitzordner, den ich dann im neuen Jahr überglücklich unserem privaten StB in die Hände drücke. Während des Quartals sammle ich das in einer Classeimappe.

Was deine übervolle Ablage angeht, dann pack wenigstens altes Zeug in Kartons. Überquellende Ordner, Mappen, Schränke... egal, was es ist, erschwert die Ablage dermaßen, dass zumindest ich anfange, Stapel zu machen.

Ich finde übrigens, du hast ganz schön viel auf der Pfanne. Kleine Kinder, Doktorarbeit, Hauskauf und berufstätig bist du vermutlich auch? Diese Doktorarbeit, vielleicht verwechsle ich jetzt was, aber war von der nicht schon vor geraumer Zeit auch schon hier die Rede? Fertigstellen ist keine Option? :whistling:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sportsfrau« (12. Dezember 2013, 14:29)


Lvood151

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19

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 14:41

@Sportsfrau:
Danke für Deine Anmerkungen!

Steuerberater - ich kann mich bisher nicht damit anfreunden.
Mittlerweile klappt das ja ganz gut und ich habe eigentlich nicht mehr die Berührungsängste mit der Steuererkl. Eine habe ich kürzlich erledigt, werde mich bald an die nächste machen,
nur noch zwei Stück und dann ist der Rückstand aufgeholt :thumbsup:

Bei uns haben die letzten Jahre die Einkommensverhältnisse etc. immer wieder gewechselt, das ist - glaube ich - schon ziemlich erklärungsbedürftig.

Mit der übervollen Ablage hast Du absolut Recht (und das wurde mir schon beim Formulieren meiner Frage hier klar :D ) - das ist mit das Haupt-Problem und da muss ich unbedingt ausmisten (oder Sachen zumindest vorübergehend in Kartons auslagern und später ausmisten).
Meine Mut zum Wegwerfen wird aber mit jedem Tag größer :D (ich bin leider von Natur aus ein Sammler-Typ :( )


Zitat

Ich finde übrigens, du hast ganz schön viel auf der Pfanne. Kleine Kinder, Doktorarbeit, Hauskauf und berufstätig bist du vermutlich auch?
Ja, das ist ein ganz schönes Päckchen zu tragen... Und ja, ich arbeite nebenher voll.
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Sportsfrau

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Beiträge: 718

20

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 16:18

nur noch zwei Stück und dann ist der Rückstand aufgeholt :thumbsup:

2011 und 2012? Akzeptiert das FA denn das alte Zeugs überhaupt noch? Mich nervt der StB gerade wegen 2012...

Wenn du gerne sammelst, dann sammel deine Papiere doch in platzsparenden Kartons. Oder bau was nützliches draus:
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