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cig

Meister

Registrierungsdatum: 6. März 2009

Beiträge: 517

1

Sonntag, 28. April 2013, 01:28

Thomas Limoncelli - Zeitmanagement für Systemadministratoren

Dieses Buch befasst sich speziell mit der Arbeitsorganisation für Systemadministratoren. Es ist eher für die gedacht, die bisher noch kein System anwenden. Das Buch stammt von 2005-2006, sodass z.B. noch Palm Pilot oder "Usenet" darin vorkommt. Die Literatur-Empfehlungen sind im Text untergebracht, es gibt untypischerweise keine Liste am Buchende. Auf GTD wird extra hingewiesen.
Meine Meinung:
Beruhigend von jemandem zu lesen, dass Unterbrechungen und spontanes mal-eben-die-Welt-retten durchaus normal sein können. Endlich ein Buch ohne "man muss auch mal nein sagen". Der Schreibstil wirkt manchmal etwas überheblich und es ist nicht ganz mein Humor, das kann aber auch an der Übersetzung liegen.
Inhaltlich gibt es für mich nicht wirklich etwas neues, einiges wurde aber wieder mit einer anderen Sichtweise aufgefrischt. So will ich mal sehen, ob ich nicht manche Dinge umsetzen oder verbessern kann: Eine "Datenbank" (Mappe, Ringbuch, o.ä.) und nicht mehrere Orte anwenden, den Tagesanfang besser nutzen (Disziplin!), Tages- oder Wochenlisten, Routinen und Dokumentation (Wiki?).
Wenig bis keinen Nutzen haben für mich die Themen Kalenderverwaltung, Mails, Ziele und Automatisierung. Und über den Epilog konnte ich noch etwas schmunzeln.
Trotzdem würde ich es wieder kaufen und ich werde es wieder lesen, nur nicht sofort, vielleicht in einem Jahr.

Kapitel 1 - Grundsätze des Zeitmanagements
Unterbrechungen sind alltäglich und unvermeidbar, allerdings kosten sie Zeit und führen zu Fehlern.
Unterbrechungsschutzschild einrichten: Zeiten für Projektarbeit reservieren, in denen Kollegen die Kundenanfragen annehmen. (Kunden sind interne Kollegen oder auch externe Kunden und Lieferanten.)
Eine! "Datenbank" für die Organisation nutzen, sowohl beruflich als auch privat.
Dinge notieren und nicht zu merken versuchen. Gewohnheiten, "Mantras" (Grundsätze) und Routinen entwickeln und nutzen.

Kapitel 2 - Konzentration gegen Unterbrechungen
In diesem Kapitel wird intensiver auf Unterbrechungen, die Auswirkungen und den Umgang damit eingegangen.
Ablenkungen vermeiden, am PC und am Arbeitsplatz: Aufräumen, Newsletter abmelden, nicht benötigte Programme schließen, usw.
Die erste Arbeitsstunde nutzen, bevor Unterbrechungen einsetzen. Lieber morgens eine Stunde früher beginnen, als abends länger bleiben.
Intensiver Einsatz von Erfassen, Deligieren und Handeln. Kunden zeigen und informieren, dass ihre Probleme aufgenommen und bearbeitet werden. Sich niemals auf das eigene Gehirn verlassen.

Kapitel 3 - Routinen
Routinen einrichten, anwenden und regelmäßig aussortieren. Hier folgten diverse Beispiele für Routinen.

Kapitel 4 - Das Zyklus-System
Übersicht über das System des Autors. Bezeichnung "Zyklus", weil sich das System mit dem gleichen Ablauf immer wiederholt. Dinge beginnen und zu Ende führen (oder verwerfen). Alles schriftlich festhalten und nicht dem Gedächtnis vertrauen. Nichts verärgert Kunden mehr, wenn Aufgaben angenommen, aber dann vergessen werden. Endlose Todo-Listen und Notizzettel-Chaos vermeiden.
Kalender, Todo (für jeden Tag eine Liste), Lebensziele und Tagestermine für die Tagesplanung nutzen. Tagesplanung morgens durchführen (Routine!) und den Tag vor Feierabend abschließen.

Kapitel 5 - Das Zyklus-System: Todo-Listen und Terminpläne
Täglichen Zeitplan festlegen, indem alle Termine und Todos auf den Tagesplan geschrieben werden. Zeit für Todos schätzen: ggfs. Todos schon bei der Tagesplanung auf den nächsten Tag verschieben. Prioritäten setzen: A, B und C reicht aus. Zufrieden mit dem Erreichten sein! Unterbrechungen einplanen. Persönliches genauso organisieren. Welches System genutzt wird, ist nicht wichtig - Hauptsache man hat ein System. Entweder Papier oder PDA nutzen, je nachdem, was einem besser gefällt.

Kapitel 6 - Das Zyklus-System: Kalenderverwaltung
Kalender nicht nur für Verabredungen und Meetings nutzen, sondern auch für Meilensteine und zukünftige Todos. Niemals einen Termin verpassen oder mindestens absagen oder verschieben (Verantwortungsbewusstsein zeigen). Bei der Terminplanung den persönlichen Rhythmus, aber auch den des Unternehmens nutzen. Erinnerungen automatisieren.

Kapitel 7 - Das Zyklus-System: Persönliche Ziele
Tägliche, wöchentliche, monatliche, jährliche und Lebens-Ziele notieren, regelmäßig prüfen (messbar) und terminieren. In kleine, bearbeitbare Schritte zerlegen und stückchenweise erledigen.

Kapitel 8 - Priorisierung
Einige Arbeiten sollten schnell erledigt werden, wenn sie für die Arbeit anderer notwendig sind. Bei einem Systemausfall muss alles andere warten. Chef-Aufgaben haben eine besondere Priorität. Die Priorisierung ergibt sich oftmals aus den Auswirkungen.

Kapitel 9 - Stressmanagement
"Gestresst? Natürlich! Sie sind Systemadministrator!" Stress entsteht häufig durch Überlasung und widersprüchliche Anweisungen. Dann Kommunikation mit den Konfliktquellen zur Klärung führen. Entspannungen planen, üben und anwenden. Urlaub machen! Ohne Internetzugang und Handy!

Kapitel 10 - E-Mail-Management
Den Mail-Eingang nicht für die Aufgabenbearbeitung verwenden. Mailfilter einrichten. Ungelesen löschen. Lesen und verarbeiten. Handeln und löschen. Wenn jetzt zu viele Mails im Eingang liegen, sollten die ältesten irgendwo gesichert und vergessen werden.

Kapitel 11 - Zeitfresser eliminieren
Wecker für bestimmte Zeitfresser akitiveren. Todo-Liste aufräumen, unproduktive Meetings und Besuche einschränken, manuelle Vorgänge automatisieren, Videos online ausleihen, System-Infrastruktur optimieren.

Kapitel 12 - Dokumentation
Informationen für Kunden (also auch Kollegen) bereitstellen, um weniger "belästigt" zu werden. Administrative Dokumentationen anlegen, damit andere das Rad nicht neu erfinden müssen. Wiki einrichten, weil es einfach ist und stetig wachsen kann.

Kapitel 13 - Automatisierung
Hier sind diverse Code-Beispiele für Systemadministratoren erklärt, die hauptsächlich in einer Unix-Umgebung angewendet werden. Automatisierungen eignen sich für einfache, häufig ausgeführte und schwierige, einmal/selten ausgeführte Prozeduren. (Schwierig-einmal kann vorher getestet werden.) "Schwierig" und "häufig" sollte von kommerziellen Programmen erledigt werden.

Epilog
Gewonnene Zeit sinnvoll nutzen: normale Arbeitszeiten, mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, sich sozial engagieren, sich um ein öffentliches Amt bewerben.

kaschu

Schüler

Registrierungsdatum: 7. Juli 2009

Beiträge: 30

2

Sonntag, 28. April 2013, 20:12

Hallo zusammen!

Zu Kapitel 2 - "Konzentration gegen Unterbrechungen" habe ich dieses Jahr bei den Frühjahrsfachgesprächen der GUUG an der FH Frankfurt einen Talk gehalten. Das Paper dazu könnt Ihr Euch hier herunterladen: Interrupt-Routinen - Mit Störungen umgehen

Vielleicht kann der Eine oder die Andere des Forums etwas von den Tipps gebrauchen.
Viele Grüße
Karsten



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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaschu« (28. April 2013, 20:12)