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Lvood151

Master

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Posts: 555

1

Monday, January 16th 2012, 12:27pm

Emacs Org-Mode - hat jemand Erfahrung damit?

Hat jemand Erfahrung mit Emacs und Org-Mode
http://orgmode.org/

Ich habe noch nie mit Emacs gearbeitet, aber da es ein sehr bekannter Texteditor ist, würde sich die Einarbeitung sicherlich lohnen.
Org-Mode sieht auf den ersten Blick sehr pfiffig und leistungsfähig aus,
Vorteile aus meiner Sicht:

plattformunabhängig,
basiert auf Textdateien, die man auch problemlos auf ein altes Handy exportieren könnte, die man leicht durch DIFF auf Änderungen prüfen, durchsuchen oder mit anderen Tools modifizieren könnte, etc.

Sieht also interessant aus,
hat jemand hier schon mal damit gearbeitet?

es gibt auch Anleitungen zur Umsetzung mit GTD
http://members.optusnet.com.au/~charles57/GTD/orgmode.html
http://members.optusnet.com.au/~charles5…d_workflow.html

Viele Grüße

Lvood
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

This post has been edited 1 times, last edit by "Lvood151" (Jan 16th 2012, 12:29pm)


kaizen

Professional

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Posts: 184

2

Monday, January 16th 2012, 2:42pm

Ich habe keine Erfahrung mit dem Org-Mode, kenne Emacs aber als Editor noch aus meiner Zeit mit *BSD-Betriebssystemen. Als Editor ist es sehr gut.

Was mich nur wundert, in einem anderen Thread schreibst du von deinem Interesse an Thinking Rock. Jetzt suchst du Erfahrungen zu Emacs.
Vielleicht solltest du grundsätzlich fragen, und zwar dich, was suchst du und zu welchem Zweck. Denn zu viele Tools verderben die Produktivität sicherlich.
Man kann sich auf der Suche nach dem perfekten Tool sehr schnell verzetteln und die Suche wird zum Weg, führt aber nie zum Ziel. Verstehst du, was ich meine?

Die Suche nach dem "Trusted System" setzt meiner Erfahrung nach immer voraus, dass man auch bereit ist, sich darauf einmal einzulassen und dann auch so
einem System zu vertrauen.

Aber ich kenne es aus leidvoller Erfahrung, man ist doch immer ein Stück "kreatives Spielkind auf der Suche". ;(

Lvood151

Master

Date of registration: Aug 6th 2009

Posts: 555

3

Monday, January 16th 2012, 4:28pm

@kaizen:

ja, Du hast es richtig erkannt - im Moment sind die beiden Optionen, die ich vergleichen will: Emacs mit Org-Mode und Thinking Rock.

Von der Oberfläche her gefällt mir TR recht gut, aber im Moment habe ich den Eindruck, dass es ein Blackbox-System ist, wo ich selbst nicht eingreifen und auch nichts zusätzlich automatisieren kann (und es hat natürlich nicht die Vorzüge einer "echten" OS X-Cocoa-Anwendung).
(In letzter Zeit habe ich aber die Shellscript- und AppleScript-Programmierung als sehr hilfreich für mich erkannt.)
Daher bin ich nicht sicher, ob TR tatsächlich das Richtige für mich ist.

Bei Emacs ist es natürlich anfangs schwieriger, sich einzuarbeiten (da ich mit Emacs noch gar keine Erfahrung habe),
aber das reine Textformat hätte eben den Vorteil, dass ich die Dateien (zumindest theoretisch) auch mit Shell-Skripten etc. auslesen oder bearbeiten könnte,
und ich nehme an, dass es daher mittel- und langfristig flexibler in der Handhabung ist.

Mir ist bewusst (und es ist derzeit mein Hauptproblem), dass ich kein stehendes System habe und v.a. dass ich die passende Software nicht gefunden habe.
Ich habe sehr lange mit iGTD gearbeitet und war sehr zufrieden damit.
Aber mit OS 10.6 funktioniert Einiges nicht mehr richtig und daher wollte ich umsteigen, dachte zunächst an OmniFocus oder Things, aber im Hinblick darauf, dass ich demnächst bei der Arbeit vermutlich wieder mit Windows arbeiten werden muss, wäre ein plattformübergreifendes Programm günstiger.
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

This post has been edited 1 times, last edit by "Lvood151" (Jan 16th 2012, 4:48pm)


Lvood151

Master

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Posts: 555

4

Monday, January 16th 2012, 4:48pm

p.s.

ich hatte am Wochenende auch noch TaskCoach http://taskcoach.org/ ausprobiert, weil es auch plattformunabhängig ist und vielversprechend aussah,
bei einem gleichzeitig laufenden TimeMachine Backup war aber plötzlich die TaskCoach Datei defekt, ich sah (später im System-Log) einen Eintrag, dass die TaskCoach beim Backup-Vorgang nicht kopiert werden konnte,
und TimeMachine war plötzlich der Meinung, dass auf meiner Backup-Festplatte 160 GB frei sein müssten und hat alle dort gespeicherten Backups der letzten 2 Monate gelöscht... :cursing:
Inwiefern TaskCoach damit zu tun hat, weiß ich nicht, aber die Kopier-Fehlermeldung direkt vor diesem seltsamen Ereignis legt den Verdacht nahe, dass die korrupte TaskCoach-Datei irgendwie mit dem TimeMachine-Drama zu tun hat. ...
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Lvood151

Master

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5

Thursday, May 1st 2014, 5:35am

kurzes Update

Emacs org-mode war zugegebenermaßen ein sehr schwieriger Lernprozess, mittlerweile habe ich da einige Fortschritte gemacht, aber manches ist nach wie vor kryptisch...
Ich bin sehr zufrieden, aber wenn ich denke, wie lange es gedauert hat, dorthin zu kommen, würde ich mich nur sehr eingeschränkt trauen, das uneingeschränkt weiterzuempfehlen, wenn man nicht jemanden an der Hand hat, den man um Rat fragen kann.

Meine tägliche Aufgabenliste (elektronisch) habe ich nun angepasst, so dass sie mir nur noch die wirklich für den Tag geplanten Dinge anzeigt.
Bisher hatte ich auch die in den nächsten Tagen kommenden Deadlines dort angezeigt, was es ziemlich unübersichtlich machte.
Jetzt gibt es eine analoge Übersicht (nur) für die morgendliche Tagesplanung, in der auch die in den nächsten 14 Tagen kommenden Deadlines sichtbar sind und während des Arbeitstages schaue ich dann nur auf die verkürzte Liste. Das hat schon viel geholfen.

Sehr viel Input kommt über E-Mails - ich habe mich in den letzten Tagen/Wochen noch einmal ein bisschen mit MS Outlook beschäftigt und dort einige meiner VBA Makros verbessert.
Das erleichtert viele Routineaufgaben enorm, z. B. das verschieben von Mails in den entsprechenden Archivordner oder (ganz wichtig) Kopieren von Hyperlinks zu den ausgewählten E-Mails oder Kalenderereignissen, die ich dann in meine org-mode-Notizen reinkopieren und bei Bedarf per Klick wieder zu der E-Mail oder dem Termin springen kann, ohne sie in den Tiefen meines Outlook-Postfachs suchen zu müssen.
Das ist wirklich sehr nützlich.

Nachdem ich mich jetzt in Emacs etwas mehr zuhause fühle und mein "Muscle memory" sich auch wichtige Tastenkürzel gemerkt hat, fing ich an, diese anderswo zu vermissen und fand Firemacs (http://www.mew.org/~kazu/proj/firemacs/en/ ) sehr nützlich - ein Plugin, mit dem man auch in Firefox die gewohnten Kürzel nutzen und so sogar ohne Maus über Webseiten navigieren kann.
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sirpa1997

Intermediate

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Posts: 137

6

Friday, May 2nd 2014, 8:44am

Hallo Lvood,

habe mir den Thread nochmal reingezogen. Da muss ich auch an Kaizen weiter oben aus 2012 anknüpfen. Diese (unsere) immerwährende Suche nach dem besseren System, frisst vermutlich mehr produktive Zeit als wir je damit einsparen, indem wir nicht einfache Papierlisten führen :D

Ich bin auch immer sehr daran interessiert, neue Dinge auszuprobieren, weil es einfach mehr Spaß macht und wieder etwas Aufbruchstimmung erzeugt als mit meinem bestehenden (und durchaus brauchbaren) System mal über einen langfristigen Zeitraum konsequent zu arbeiten.
Liegt vielleicht auch am Arbeitsgebiet IT per se, bei dem das einzig Beständige der Wechsel ist.

Als ich vor ein paar Jahren 1-Mann IT in einem kleineren Institut war, schneite eigentlich ständig jemand in die Tür mit einem mehr oder minder dringenden Anliegen. Das hatte den Effekt, dass selbst wenn Ruhe war, ich von einer längeren Aufgabe unvermittelt zu etwas anderem wechselte, ich konnte gar nicht mehr lange am Stück an einer Sache arbeiten. Teilweise hängt mir das heute noch nach, auch wenn ich nur noch sporadisch Feuerwehr spielen muss. Der (be-)ständige Wechsel kann auch zu Sucht werden.

Da fragt sich, wenn du enstprechende Programmierkenntnisse hast, ob du nicht etwas "from scratch" neu aufbaust, denn dadurch hast du die optimale Flexibilität für dich. Den theoretischen Unterbau hast du ja durch eingehende Beschäftigung mit DA und Linenberger. Wobei ich faszinierend finde, was Linenberger aus einem verhältnismäßig starren System wie MS Outlook rauskitzelt. Da nervt mich hauptsächlich, dass man in der optischen Darstellung so eingeschränkt ist, sonst könnte man daraus ein wirklich schönes System basteln, mit einer (neuhochdeutsch) tollen Userexperience :D

Nixdestotrotz wünsche ich dir viel Erfolg mit Emacs und org-mode. Ich lasse die Finger von sowas, nachdem ich schon vor langer Zeit an LaTex gescheitert bin.

Viele Grüße
sirpa1997

Lvood151

Master

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Posts: 555

7

Saturday, May 3rd 2014, 10:14am

Da fragt sich, wenn du enstprechende Programmierkenntnisse hast, ob du nicht etwas "from scratch" neu aufbaust, denn dadurch hast du die optimale Flexibilität für dich. Den theoretischen Unterbau hast du ja durch eingehende Beschäftigung mit DA und Linenberger.

Ich hatte kurz drüber nachgedacht, aber erstens reichen meine Programmierkenntnisse nicht aus, um da was Schönes draus zu machen (bin ja nur Autodidakt), evtl. könnte ich auf Excel- oder Datenbank-Basis was hinkriegen, aber warum sollte ich?
Emacs org-mode ist ein super Fundament, das schon das meiste Notwendige mitbringt und sich an praktisch alle Bedürfnisse anpassen lässt.

Nixdestotrotz wünsche ich dir viel Erfolg mit Emacs und org-mode. Ich lasse die Finger von sowas, nachdem ich schon vor langer Zeit an LaTex gescheitert bin.

Vielen Dank! :)
Ich schreibe und sage ja auch immer wieder ausdrücklich, dass ich das Programm niemandem uneingeschränkt empfehlen würde.
.. aber wenn man die Anmerkungen Anderer liest, dann gibt es auch genug andere, für die das das Tool schlechthin geworden ist: http://orgmode.org/worg/org-quotes.html
LaTeX ist auch so eine Sache - für mich führt kein Weg daran vorbei (für einige private Projekte) und mit meinem zunehmenden Emacs-Kenntnissen wird da doch einiges noch viel leichter und effizienter werden. Schade, dass ich Emacs vor 10 Jahren noch nicht genutzt habe.

diese (unsere) immerwährende Suche nach dem besseren System, frisst vermutlich mehr produktive Zeit als wir je damit einsparen könnten

da ist viel Wahres dran - wenn man sich dessen aber bewusst wird, dann kann man es entweder als Freizeitbeschäftigung betrachten, an seinem System zu "schrauben" oder aber versuchen, die Verbesserungen auf diejenigen zu reduzieren, die wirklich einen guten Nutzen bringen.
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

This post has been edited 2 times, last edit by "Lvood151" (May 3rd 2014, 10:19am)


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