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MaxPhenol

Trainee

Date of registration: Oct 28th 2009

Posts: 28

1

Sunday, November 22nd 2009, 9:24pm

Risikomanagement

Wie macht Ihr eigentlich Euer Risko Management?
Als Projekt?

Grundmann

Intermediate

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 55

2

Monday, November 23rd 2009, 9:57am

Was meinst Du mit Risikomanagement?
Mir fallen da verschiedene Varianten ein, die ich unterschiedlich behandel. Für konkretere Hinweise wären ein paar Stichworte zu Deinem "Problem" sinnvoll.

Viele Grüße
Thorsten

MaxPhenol

Trainee

Date of registration: Oct 28th 2009

Posts: 28

3

Tuesday, November 24th 2009, 7:19pm

Zum Thema Risiko Management zähle ich private und berufliche Risiken. Alle "Bedrohungen", die man einschätzen oder abwehren möchte. Andere kann man nicht abwehren, aber man kann sich darauf vorbereiten, etwa auf Hochwasser und Starkregen.

Beispiel 1: Risiko Skilldrift/Aktualität der (Hard-)Skills im Beruf.
Passen die eigenen Skills noch zur Unternehmensstrategie?
Das Risiko ist auf einer eigenen Skala, etwa 0-10 oder keins/gering/mittel/vorsicht/hoch, zu bewerten. Außerdem sollten Gegenmaßnahmen überlegt werden. Hier:
das Risiko ist "gering", Maßnahmen wären: Schulung im Bereich X, sowie Weiterbildung Y.
Dieses Beispiel setzt voraus, dass man dem Unternehmen die Treue halten möchte --> geht in Richtung Lebensplanung, 6 Ebenen, etc.

Komplizierter wird es mit diesem Beispiel (2): Elementare Risiken (Unwetter/Hochwasser).
Alle Next Actions und Projekte müssten streng genommen gegen alle bekannten Risiken geprüft werden. So wie man aus der Lebensplanung und aus den persönlichen Zielen Projekte und Aktivitäten ableiten kann.
Hier im Beispiel: Dach aufstocken und ausbauen, Kellerbüro mit PC, Bisley Schrank und Safe nach oben umziehen. Aus dem leeren Raum etwas nützliches machen.
Dass dies nicht immer machbar ist, dürfte klar sein. Daher gibt es einen weiteren Parameter, den "Wert" des Risikos. Rechnet man mit €50k Schaden und einer (Schadens-)Wahrscheinlichkeit von 10%, ist das Risiko mit €5k zu bewerten. Die Kosten der Gegenmaßnahmen sind mit dem Wert des Risikos zu vergleichen. Schlussfolgerung in diesem Beispiel: Büro bleibt im Keller. Aber das Risiko ist nach wie vor vorhanden und sollte beobachtet werden.

Bisher halte ich das Risiko Management projektähnlich in einem eigenen Folder. Risiken mit mehr als 50% gehe ich 1x monatlich durch, aus manchen leite ich "echte" Projekte ab. Geringere Risiken werden in größeren Abständen durchgegangen, etwa 1x pro Quartal.

Wie macht Ihr das? Analog zur Lebensplanung? Verwaltung in Projekten?

Quadi

Intermediate

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 122

4

Tuesday, November 24th 2009, 9:57pm

Puh, du machst das tatsächlich auch mit privaten Dingen so? Ich glaube, ich würde in dauerhaften Depressionen verfallen wenn ich so ranginge. Ehrlich, ich hab mir darüber im privaten Bereich noch nie Gedanken gemacht, und seh auch keinerlei Verknüpfung mit GTD. Im Beruf werde ich manchmal zu so was gezwungen, aber toll find ich das nie.

Sophie

Beginner

Date of registration: Apr 2nd 2009

Posts: 2

5

Tuesday, November 24th 2009, 10:41pm

Ich sehe Risiken, seien es private oder berufliche, nicht als Extrapunkt. Wenn ich merke, daß ich i-wo ein Defizit habe überleg ich mir mögliche Lösungwege und pflege diese dann in die Listen "Vll.", "Projekte" oder "N.A." ein. Fertig.



Ist nicht böse gemeint, aber Dein Bsp. leuchtet mir nicht ein:

"Hier im Beispiel: Dach aufstocken und ausbauen, Kellerbüro mit PC, Bisley Schrank und Safe nach oben umziehen. Aus dem leeren Raum etwas nützliches machen.
Dass dies nicht immer machbar ist, dürfte klar sein. Daher gibt es einen weiteren Parameter, den "Wert" des Risikos. Rechnet man mit €50k Schaden und einer (Schadens-)Wahrscheinlichkeit von 10%, ist das Risiko mit €5k zu bewerten. Die Kosten der Gegenmaßnahmen sind mit dem Wert des Risikos zu vergleichen. Schlussfolgerung in diesem Beispiel: Büro bleibt im Keller. Aber das Risiko ist nach wie vor vorhanden und sollte beobachtet werden."

1. Ob ich mit meinem Privatbüro vom Keller ins Dach umziehe hängt für mich auch noch von anderen Faktoren ab (schöne Aussicht <=> Keller; vll. weniger muffig), allein der Eintritt eines Schadens ist aber sicher nicht aussschlaggebend.

2. Wie kommst du auf eine Schadenswahrscheinlichkeit von 10 %?

3. Stochastik sucks!

4. Wenn ich gegen Elementarschäden versichert bin: warum soll ich mir dann noch ausrechnen wie groß die Wahscheinlichkeit eines Schadens ist? Wenn ich mich dagegen versichern lassen will nehm ich ohnehin die günstigste Versicherung für die Risiken und Schadenssummen die ich absichern will. Auch in diesem Fall muß ich mir die Schadenswahrscheinlichkeit nicht mehr ausrechnen.



Mir wäre ein solches Vorgehen viel zu theoretisch/mathematisch und aufwendig.

Stampfa

Professional

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 351

6

Tuesday, November 24th 2009, 11:10pm

Ich find ja Chancen- und Erfolgsmanagement besser =)

Welche Lücken in welchen Märkten übersehe ich? Was kann ich bieten, das anderen hilft? Wo kann ich neue Leute kennenlernen, mit denen ich tolle Sachen erleben kann? Wo gibt es neue Sachen, die ich noch nicht erlebt habe?


Ich denke, dass jeder schon eine Art persönliches Risikomanagement betreibt, nur dass es viel mehr nach Gefühl und Intuition geht. Diese ganzen Risikobewertungen etc. laufen doch so ähnlich ab, nur halt nicht bewusst in konkreten Zahlen.

Hinzu kommt auch, dass das Thema unendlich ist! Wie hoch ist das Risiko, dass du auf der Straße überfallen wirst? Achtest du nun darauf, dass du nur maximal 50,- EUR (sowohl Bargeld, als auch über Karte und ähnliches) bei dir trägst, damit im Falle eines Falles der Schaden nicht zu hoch ist?
Wie hoch ist das Risiko, dass dein Haus einstürzt? Dass eine Abrissbirne das falsche Haus erwischt: nämlich deines? Dass du vom Auto überfahren wirst?
Es gibt vermutlich viele Risiken, bei denen du nicht exakte Wahrscheinlichkeiten ausrechnest, sondern dich auf deinen gesunden Menschenverstand verlässt. Genau das tun wir auch =)

Die Alternative wäre ja, eine Liste mit allen möglichen schlechten Sachen und ihrer Wahrscheinlichkeit zu finden und durchzuarbeiten. Es gibt ja keine Grenzen: Wie groß sind die Chancen, in der nächsten Klassenarbeit zu versagen? Welche Einkommensverluste ergeben sich daraus in den nächsten 50 Jahren und lohnt sich nun ein Nachhilfelehrer?
GTD gelesen 01/09 - in Umetzung seit: 11/10 - Atoma DinA4 mit eigenem Locher

Lily

La Moderatrice

Date of registration: Mar 6th 2009

Posts: 617

7

Wednesday, November 25th 2009, 1:09am


Ich hab das mal hierher verschoben, da mir absolut nicht klar war, was es mit GTD zu tun hat ?(
La Moderatrice freut sich immer über nette Kleinigkeiten von dieser Liste :love:

abz

Master

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 629

8

Wednesday, November 25th 2009, 9:49am

Hast doch alles selbst geschrieben. ?( Vergleich (Kosten * Eintrittswahrscheinlichkeit) mit "Versicherungskosten".

Was das mit GTD zu tun hat, ist mir aber nicht klar. Außer dass es eine Sache ist, über die ich mir Gedanken machen sollte wie über Einkauf, Versicherungen, Winterreifen und alles andere auch.

Ansonsten:
Was bedeuten deine Wahrscheinlichkeiten? z.B. 10% Überschwemmungswahrscheinlichkeit - im Jahr? Im Leben?

Risiken mit mehr als 50% gehe ich 1x monatlich durch, ...


Risiken mit mehr als 50% Eintrittswahrscheinlichkeit? Das ist aber ne komische Bezeichnung. Es ist wahrscheinlicher, dass das Ereignis eintritt als dass es nicht eintritt. Darauf sollte man sich anders vorbereiten.

Aber da hier ...

Quoted

Alle Next Actions und Projekte müssten streng genommen gegen alle bekannten Risiken geprüft werden.
... :thumbsup: viel Spaß...

This post has been edited 1 times, last edit by "abz" (Nov 25th 2009, 9:50am)


schlesix

Intermediate

Date of registration: Jul 6th 2009

Posts: 110

9

Thursday, November 26th 2009, 6:55pm

Hallo,

ich betreibe kein systematisches Risikomanagement.

"Wichtige" Risiken sichere ich ab durch Versicherungen, Rauchmelder, regelmässige Inspektion "sensibler" Technik (z. B. Auto, sichtbare Wasserleitungen), Risikostreuung bei Kapitalanlagen, etc.

Bei mir besteht der Zusammenhang mit GTD darin, dass ich entsprechende Wiedervorlage-Termine in meinem elektronischen "tickler file" führe. Einzelne Risiko-Managment-Aufgaben werden dann als Projekt oder Next Action geführt.

MaxPhenol

Trainee

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Posts: 28

10

Tuesday, December 1st 2009, 9:43pm

Ihr habt's erfasst - es ist kein einfaches Thema. Das Hochwasserbeispiel ist bewusst gewählt - hat es doch zur Diskussion verholfen.
Eine der Fragen ist in der Tat: Wie stellt man die Risikowahrscheinlichkeit fest und für welchen Zeitraum. Wer über eine Versicherung nachdenkt, betreibt in gewisser Weise bereits Risikomanagement: Brauche ich diese Versicherung? "Lohnt" sie sich, bzw. ist sie die (regelm.) Geldausgabe wert? Eine andere wurde auch genannt: wie umfassend muss so etwas geplant werden?

Das Thema muss wenigstens bei mir noch reifen. Wie es aussieht, führe ich diese Dinge weiterhin projektähnlich.
...wobei Risiken wie etwa kein Sprit mehr im Tank sicherlich nichts in diesen Mappen zu suchen haben.

Stampfa

Professional

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Posts: 351

11

Tuesday, December 1st 2009, 9:53pm

Welche Risiken hast du mit 50% bewertet und prüfst sie monatlich?
GTD gelesen 01/09 - in Umetzung seit: 11/10 - Atoma DinA4 mit eigenem Locher

abz

Master

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 629

12

Tuesday, December 1st 2009, 10:15pm

Wie es aussieht, führe ich diese Dinge weiterhin projektähnlich.


Ja, anders geht es doch auch gar nicht. Von daher verstehe ich auch Deine ursprüngliche Frage nicht so ganz.
Im Sinne von GTD gibt es Projekte und Actions. Und sowas wie z.B. "Hausratversicherung aktuell halten" ist ganz klar ein Projekt.

This post has been edited 1 times, last edit by "abz" (Dec 1st 2009, 10:15pm)


MaxPhenol

Trainee

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Posts: 28

13

Thursday, December 3rd 2009, 8:30pm

Bei den verwalteten Risiken handelt es sich überwiegend um berufliche/geschäftliche Risiken. Davon gibt es welche mit konkreter Gefahr, d.h. ich rechne mit einem deren Eintreffen (>"50%"), weiß aber nicht immer wann. Manchmal ist auch der Auslöser unklar. Vor diesem Hintergrund hatte ich begonnen, hier strukturierter vorzugehen und landete bei der projektähnlichen Handhabung. Die Folgen sind nicht immer monetär zu bewerten, dann muss "das Gewicht" irgendwie anders festgestellt werden, um Aufwände zur jeweiligen Risikominimierung/-vermeidung abzuwägen. Z.Bsp. Zeit.
Die Anzahl der so verwalteten privaten Risiken ist gering.
Ich werde erstmal bei meinem Ansatz bleiben.