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ralph

Fortgeschrittener

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Beiträge: 133

61

Sonntag, 30. Oktober 2011, 08:05

TWC oder MYN anscheinend nur in englischer Sprache

Aber um beim Thema zu bleiben - ich bin des englischen leider nicht so mächtig, das ich den Inhalt eines kompletten Buches erfassen kann: gibt es die Informationen zu den Büchern (insbesondere die Arbeitsweise mit Outlook) nicht auch in deutscher Sprache?

Ich finde bei Amazon nur die englischen Ausgaben. - Zumindest ich habe mit der "Schreibe" von Linenberger weniger Verständnisprobleme als mit der von Allen. Einfach einmal in das Buch schauen und dann entscheiden. Ich empfehle tatsächlich zunächst die "abgespeckte" Variante zu wählen, dann entsteht ein guter Eindruck, ob das System überhaupt passt.
Tschüss / ralph

Lvood151

Meister

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Beiträge: 552

62

Sonntag, 30. Oktober 2011, 09:02

gibt es die Informationen zu den Büchern (insbesondere die Arbeitsweise mit Outlook) nicht auch in deutscher Sprache?


eine ganz kurze Beschreibung des Systems findest Du hier:
http://www.rockstar-lifestyle.de/karrier…och-keine-zeit“

Ich habe noch nirgendwo eine deutsche Ausgabe oder Zusammenfassung gesehen.
Im Toolblog wird Linenberger aber immer wieder erwähnt, Du könntest mal schauen, ob dort ggf. auch eine Zusammenfassung zu finden ist (ich habe aber auf die Schnelle keine gefunden).

http://www.toolblog.de/index.php?s=linenberger

Zusammenfassung auf englisch:
http://www.grokkery.com/2010/04/master-y…-minutes-a-day/
http://www.stevepavlina.com/blog/2010/03…ur-workday-now/

Gruß

Lvood151
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max_muc

Anfänger

Registrierungsdatum: 18. August 2011

Beiträge: 3

63

Sonntag, 30. Oktober 2011, 21:42

Wie handhabt ihr das permanente Nutzen von Outlook um die Critical Now Task mehrmals täglich anzusehen und dabei aber immer praktisch live mitzubekommen wenn eine neue E-Mail ankommt?


Hallo max_muc,

hast Du TWC schon mal verwendet, oder wäre das nun der erste Ansatz?

Das wäre der erste Mal.

Zitat

Wenn ich Dich richtig verstehe, würdest Du Outlook gerne geschlossen lassen, bzw. machst Dir Sorgen, dass es Dich sonst von der Arbeit ablenkt, wenn Du in Deine Aufgabenliste schaust und dann versucht bist, gleich noch nach neuen E-Mails zu schauen?

Richtig.

Zitat

Ich nutze TWC/MYWN derzeit nicht mit Outlook, daher kann ich dazu nur bedingt Stellung nehmen.
Was wohl helfen würde ist

a) Disziplin - lernen, den Posteingang für eine gewisse Zeit zu ignorieren
b) In Outlook nur die Aufgabenliste offen haben, so dass Du nicht über einen Zähler in der Ordnerliste siehst, wie viele neue Mails schon wieder da sind.
c) Ich nehme an, dass die automatisch aufpoppenden E-Mail-Benachrichtigungen und das Briefumschlag-Symbol in der Taskleiste bei neuen Mails schon ausgeschaltet sind? Wenn nicht, lohnt sich das in jedem Fall!

Ich denke diese drei Dinge sind die Lösung zu meinen Befürchtungen.

Zitat

d) wenn DIr all das nichts hilft, ist die Frage, ob bzw. warum Du überhaupt unbedingt Outlook für die Aufgabenverwaltung verwenden willst/musst?
- bekommst Du viele Aufgaben in E-Mails?
- nutzen Vorgesetzte oder Kollegen die Outlook-Aufgaben und verschicken sie zum Delegieren?
- ..?

Wie gesagt es ist ein neuer Job, aber ich gehe stark davon aus das ich wieder viele Aufgaben per E-Mail bekommen werden. Bei meinem neuen Arbeitgeber wird auch Outlook genutzt. In meinem aktuellen Job kommen ca. 70% aller Aufgaben über E-Mail rein.

Zitat

-> ggf. könntest Du Deine Listen auch auf Papier machen oder in Excel oder ..?

Das hätte ich ohne TWC gemacht aber da ich wahrscheinlich wieder in einer sehr E-Mail lastigen Umgebung arbeiten werden, wollte ich mir gerne den Schritt E-Mail -> Papier sparen. Daher habe ich begonnen mich mit TWC auseinander zu setzten.

Zitat

Welches Buch von M. Linenberger hast Du denn nun gekauft und gelesen?

Ich hab mir "Total Workday Control Using Mircosoft Outlook" gekauft. Das Buch ist von 2011. Siehe hier: http://www.amazon.de/gp/product/0974930466

Zitat

Ich finde, dass das neuere Buch "Manage Your Workday Now" gegenüber TWC schon einige Verbesserungen mitbringt. Außerdem beginnt M. Linenberger da, sein System von Outlook zu lösen und es mit einfacheren Listen (ggf. auch auf Papier) umzusetzen.
Sein neuestes Buch "The One Minute ToDo-List" (vollständige ebook-Version gibt es kostenlos!!, siehe: http://dingegeregeltkriegen.de/wbb3/inde…ction=firstNew&) baut auf MYWN auf. Ich würde Dir empfehlen, da mal einen Blick reinzuwerfen und zu sehen, ob Dir die Veränderungen nicht auch helfen könnten, ein besseres System aufzubauen.

Viele Grüße

Lvood151

Danke für den Tipp. Ich werde mal in das eBook reinlesen.

Wie handhabt ihr das permanente Nutzen von Outlook um die Critical Now Task mehrmals täglich anzusehen und dabei aber immer praktisch live mitzubekommen wenn eine neue E-Mail ankommt? Mir persönlich geht es nämlich so das ich Outlook ausschalte, wenn ich intensiv an einem Thema arbeiten will. Von daher klingt die Vorstellung Outlook ständig offen zu haben auf mich ziemlich abschreckend.

Outlook ist das Programm, das ich im Büro als erstes öffne und üblicherweise das Programm, das ich als letztes schließe. - Es ist nun einmal neben dem Telefon und dem Messenger das Hauptkommunikationswerkzeug.

Wenn neue E-Mail eintrifft, dann bimmelt und blinkt nichts, lediglich der fette Zähler neben dem Eingangsordner zeigt an, da ist noch etwas. Es liegt doch ganz bei mir, ob ich jetzt in diesen Ordner schaue und etwas mit den neuen E-Mails zu tun habe oder das zu einem von mir gewählten Zeitpunkt tue.

Zitat

Macht Sinn! Ich werde an mir bzw. an meinem Outlook Nutzungsverhalten arbeiten.


Also stört mich das Thema E-Mail nicht und lenkt mich auch nicht ab. Das ist wesentlich eine Frage der Selbstdisziplin. Bei mir klingelt auch das Telefon, wenn ich in einem Gespräch bin, ohne das ich unterbreche. - Ich finde nichts nerviger, als wenn ein Gesprächspartner beim Gespräch ein Telefonat annimmt, "gerade im Gespräch, rufe zurück" - Zettel kramen und aufschreiben - Entschuldigung - "wo waren wir stehengeblieben?". - Vielen Dank auch für das Verschwenden meiner Zeit.

Ich denke, jeder sollte entscheiden, was ihm gerade wichtig ist und entsprechend handeln.


Danke für eure Antworten!

Gruß
Max

Lvood151

Meister

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Montag, 31. Oktober 2011, 08:35

@max_muc:

dann mal viel Erfolg beim Einführen von TWC!
Ich finde den Ansatz sehr vielversprechend und bin gespannt zu hören, wie es dann klappen wird.

Wenn Deine einzigen Bedenken die Ablenkungen durch neue Mails sein werden, dann musst Du - wie ralph ja auch vorgeschlagen hat - an Deiner Disziplin im Umgang mit dem Posteingang arbeiten.
Falls es wichtige Mails gibt (vom Chef oä), die quasi sofort durchkommen müssen, könntest Du ja eine Filterregel einrichten, die dann Dich dann doch benachrichtigt - aber eigentlich darf nichts per Mail angefragt werden, was sofortige Aktion erfordert, das macht einfach keinen Sinn (dann muss man Dich anrufen) - wenn jemand was Anderes erwartet, muss eben geklärt werden, dass das nicht geht.
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max_muc

Anfänger

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65

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 22:28

Hallo zusammen,

hier eine kurze Rückmeldung zur TWC Anwendung.

Zusammenfassung nach insgesamt 8 Wochen TWC
Mir gefällt es das Outlook so eingerichtet ist, dass ich N/A und Follow-up Erinnerungen dort für den jeweiligen Tag eintragen kann. Und zwar ohne das meine aktuelle Liste mit "Aufgaben aus der Zukunft" aufgebläht wird! Das schätze ich sehr. Auch die Vorgehensweise, alle E-Mails soweit zu bearbeiten das sie direkt in einen Bearbeitet-Ordner verschoben werden können, ist eine große Erleichterung für mich. Das Buch hat für mich den Anstoß gegeben, Outlook als wirkliches Organisationstool einzusetzen! Und nicht nur als E-Mail Grab :)

TWC Start Teil 1: Die letzten 6 Wochen in meinem alten Job
Hier habe ich versucht alle wichtigen Abschluss- und Übergabetätigkeiten in Outlook einzugeben. Meine TWC Disziplin lag in dieser Zeit bei ca. 70-90%. Ich habe mir aber nicht die Mühe gemacht alle alten "versteckten" N/As aus meinem Notizbuch zu übernehmen.

TWC Start Teil 2: Die ersten 2 Wochen in meinem neuen Job
Hier habe ich Outlook vom 1. Tag an nach TWC eingerichtet. Bei diesem Job kann ich die TWC Prinzipien bisher sehr gut anwenden. Da ich immer für ca. 4-6 Projekte gleichzeitig die technische Unterstützung mache und es zu jedem Projekt x verschiedene N/As gibt die nicht hinten runterfallen sollen. Z.B. am Dienstag muss ich die Daten für ein Muster in die Werkstatt schicken, am Freitag möchte ich dann nachfragen ob das Muster fertig ist etc. Das lässt sich alles super mit TWC umsetzten. Was echt gut funktioniert ist das ich alle wichtigen N/As, sprich die mit hoher Priorität die HEUTE gemacht werden müssen, auf einen Blick sehe. Und halt nur die für heute und nicht das was in vier Tagen wichtig wird. So habe ich mit [Kalender + Must-DO N/As für heute] meinen Arbeitstag sehr gut im Griff und muss mir keine Sorgen machen das ich etwas wichtiges vergessen habe.

Ich hoffe dieser kleine Einblick war für den ein oder anderen interessant.

Gruß
Max

Scampolo

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Dienstag, 26. November 2013, 19:32

[attach]117[/attach]

Hallo,

OK, ich weiss dass dieser Threat schon 2 Jahre alt ist. Trotzdem gibt es ja vielleicht auch heute noch Leute, die wie ich per Zufall hier landen. In den älteren Beiträgen wurde zum Thema "Total Workday Control" hin und wieder bemängelt, dass das Buch nur auf Englisch erschienen ist, was leider stimmt. Da ich das TWC-Konzept seit langem erfolgreich einsetze und meine Mitarbeiterinnen "missionieren" wollte, habe ich sämtliche nötigen Outlook-Einstellungen mal stichpunktartig eingedeutscht. Vielleicht hilft es jemandem, der das Buch hat und sich nicht ständig mit Übersetzungsproblemen herumschlagen will.

Viele Grüße
Holger

Lvood151

Meister

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67

Dienstag, 26. November 2013, 22:56

@Scampolo:
vielen Dank für das PDF! Das wird dem einen oder anderen sicherlich nützlich sein, wobei die Anleitung zur Outlook-Konfiguration alleine ohne Kenntnis der Methode wohl nur die halbe Miete ist.

Ich wollte auch schon lange mal eine deutsche Anleitung für TWC bzw. MYWN schreiben, es wird aber noch ein Weilchen dauern, bis ich dazu komme.
Hier in dem Thread (so alt er auch sein mag) gibt es ja schon einige Ansätze, Linenbergers Methode grob zu beschreiben.
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Scampolo

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68

Sonntag, 15. Dezember 2013, 00:47

Falls es jemanden interessiert: Von Michael Linenberger ist ja jetzt die 4. Auflage von "Total Workday Control" erschienen. Ein Kapitel daraus hat er veröffentlicht. Er schildert hier, wie man die Suche in Outlook optimieren kann:

http://michaellinenberger.com/blog/extra…tlook-searches/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scampolo« (15. Dezember 2013, 00:49)


sirpa1997

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Montag, 23. Dezember 2013, 16:24

Umsetzung noch von der 3er Version

Hallo scampolo, Hallo Lvood,

ich habe das, basierend auf der 3er Version von TWC in Outlook 2010 umgesetzt und bin auch recht zufrieden,mein Hauptarbeitsmittel, Outlook habe ich damit im Griff. Was mir ein wenig fehlt, ist eine übersichtliche Projektliste (à la David Allen), da ist aber in Linenbergers Konzept auch eine Art Lücke oder habe ich da etwas übersehen?

Ich nutze aushilfsweise eine Mindmap, um alle Arbeitsbereiche/Projekte im Überblick zu behalten.

Ja, habe auch schon überlegt, ob man Linenberger eine Übersetzung anbieten sollte, damit er in den deutschsprachigen Markt einsteigt. Wenn ich allerdings sehe, dass er im amerikanischen Markt lediglich 40.000 Exemplare abgesetzt hat, und sich dafür noch feiert, da sehe ich dann für den D-A-CH Markt wirklich schwarz. Da ist mit einem Absatz von >1.000 Exemplaren zu rechnen und welcher Verlag startet ein solches Buchprojekt?

Viele Grüße
sirpa1997

Scampolo

Schüler

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70

Montag, 23. Dezember 2013, 20:39

Hallo Sirpa,
ich gebe Dir recht was die fehlende Projektliste betrifft. Ich finde das in Outlook umgesetzte Konzept von Linenberger wirklich erstklassig und arbeite schon seit längerem danach. Ich finde es auch absolut richtig, die Aufgaben in Outlook in Form von "Next actions" zu formulieren. Aber mir geht es auch so, dass ich bei komplexeren Projekten dann den Blick für's große Ganze verliere. Da überlege ich noch, wie ich das in den Griff bekomme. Teilweise löse ich das dadurch, dass ich im Textfeld der Aufgaben immer schon die wichtigsten nächsten Schritte bis zum Projektende aufliste. Sobald ich meine "next action" erledigt habe, kommt gleich der nächste Schritt als einzelne Aufgabe dran mit neuem Termin usw.

Übrigens habe ich vor ein paar Tagen die 4. Edition des Buches bekommen. Es verspricht ja wieder einige sinnvolle Neuerungen. Mal sehen, ob ich das in ein paar Tagen so bestätigen kann.

Lvood151

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Montag, 23. Dezember 2013, 21:21

@sirpa1997:
die Fehlende Möglichkeit, einfach nach Projekten zu gruppieren hat meine Versuche mit TWC/MYWN und Outlook scheitern lassen. Ich weiß nicht, inwiefern die aktuellen Versionen von Outlook hier eventuell bessere Möglichkeiten bieten, man könnte sich natürlich auch eine entsprechende Projektliste mit VBA "dranprogrammieren".
in seinem Outlook-Konzept (ich muss aber sagen, dass ich mich da auf die erste Auflage des Outlook-Buches beziehe) gab es ja nur den Ansatz, Projekt über Kategorien abzubilden, und das war zumindest damals nicht sehr einfach möglich in Outlook.
Insofern sehe ich es absolut als Lücke - im Buch verweist er ja für größere Projekte auf die klassischen Projektmanagement-Tools, aber ich persönlich finde es für Überblick und Reviews sehr wichtig zu sehen, welche Aufgaben auf meiner Liste zum gleichen Projekt gehören und wie auch der Verlauf in einem Projekt ist.

Meine Umsetzung von MYWN ist nach wie vor nicht 100% originalgetreu und auch bei weitem noch nicht 100% funktional, aber es hilft mir trotzdem schon sehr.
Im Augenblick lese ich das Buch MYWN wieder (derzeit die Kapitel über das Goal Spinning) und hoffe, dass es mich auf die Spur zurückbringt - gerade mit den langfristigen Großprojekten an denen es immer wieder hakt.

Die Brücke zu Outlook sind für mich Hyperlinks zu meinen E-Mails, die ich mir in die Aufgabenliste kopiere, so dass ich bei Bedarf die entsprechende Mail schnell öffnen kann.
Das ist auch noch etwas hakelig - aber ein entscheidender Punkt ist in jedem Fall, die vielen per Mail ankommenden Aufgaben schnell und übersichtlich verwalten zu können.

Mindmaps nutze ich auch häufig - allerdings eher für Brainstorming und für Notizen bei Besprechungen, aber nicht für die Projektübersicht.
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sirpa1997

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72

Freitag, 27. Dezember 2013, 11:37

Thinking Rock ade

Hallo Scampolo, Hallo Lvood,

ich hatte über 3 Jahre die Software Thinking Rock als GTD-System genutzt. Das Projekthandling war da richtig gut gelöst und auch sehr übersichtlich. Leider war ich durch den Wechsel meines Arbeitgebers auf Windows 7 gezwungen die Software abzulösen. Das ließ sich aufgrund diverser zusätzlich eingezogener Sicherheitsmechanismen nicht mehr betreiben. Außerdem hatte Thinking Rock eine große Schwäche, das Handling der Emails. Diese wurden in das System importiert, aber dann wäre ein Feedback in Outlook zurück wichtig gewesen. Zu kompliziert. Deshalb habe ich überhaupt erst Linenberger in Angriff genommen.

Für den Übergangszeitraum habe ich meine Projekte in Thinking Rock (auf einem virtuellen XP-Rechner) gemanagt. Aber jetzt ist das aus für alle XP-Resterechner gekommen. ;(

Deshalb die Mindmap-Lösung. Ist zwar nicht so toll, aber bringt einen gewissen Überblick mit sich. Außerdem hatte ich in Thinking Rock eine gute Anleitung für das Weekly Review. Also musste ich das auch noch in eine Checkliste rüberretten. Immer diese von der Software-Industrie erzwungenen Umstiege :cursing:

@Lvood: Deiner Beschreibung nach hat Linenberger sein System mit Outlook 2010 deutlich verfeinert, gegenüber der ersten Auflage. Ob dich das aber wirklich nach vorne bringen würde, vermag ich nicht zu sagen.
Schade, dass du privat so eingespannt bist. Ich würde Linenberger ja gerne eine Übersetzung antragen (allerdings nicht gratis) und im Team wäre das leichter zu stemmen.

@Scampolo: Diese Änderungen in den neuen Auflagen sind immer so eine Sache. Dafür wieder das neue Buch kaufen. Ärgert mich immer. Muss der schwäbische Geiz sein. Dabei hole ich mir schon die US-Kindle-Version. Die sind deutlich günstiger als deutschen Kindle-Versionen von Büchern (wobei es bei Linenberger Wurscht ist, da es ihn nicht übersetzt gibt).

Viele Grüße
sirpa1997

Scampolo

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73

Freitag, 27. Dezember 2013, 16:51

Hallo Sirpa,
ich kaufe mir ganz gerne die jeweils neue Ausgabe von Linenberger - schon allein damit ich über die Feiertage wieder ein bisschen was zu schmökern habe. Mit der Edition 4 bin ich zu 1/3 durch. Es ist wieder mal einiges Neues dabei, zum Beispiel geht es sehr detailliert auf die erweiterten Suchfunktionen in den Outlook-Mails ein, was für mich sehr interessant war. Leider werden seine Bücher langsam ein bisschen mühsamer zu lesen. Im ersten Kapitel geht er erstmal auf die ganz simple "One Minute To-Do List" ein, erläutert dort schonmal sein ganzes Konzept und erweitert das dann in den nächsten Kapiteln. Dort hat man dann immer das Gefühl, man hätte alles schonmal gelesen ... Naja, da waren die ersten zwei Editionen ein bisschen schöner zu lesen.
Egal. Ich wurstle mich trotzdem durch und werde meinen Gewinn daraus ziehen. Übrigens: Falls hier tatsächlich mal ein kleines Team zusammen kommt, dass sich an eine Übersetzung wagt, dann könnte ich mir eine Mitarbeit durchaus vorstellen. Muss ja nicht das ganze Buch sein, aber eine Zusammenfassung wäre schon für Viele hilfreich.
Viele Grüße
Scampolo
Ach ja: Irgendwo bin ich auf das Buch "Take Back Your Life! Using Microsoft Outlook" gestossen. Dort scheint das Linenberger-Konzept ziemlich exakt nochmal aufgegriffen worden zu sein, das Buch ist aber kürzer und etwas lebendiger geschrieben (zumindest lt. Amazon-Leseprobe). Habe es mir mal gebraucht bestellt und werde berichten.

Scampolo

Schüler

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Beiträge: 22

74

Dienstag, 31. Dezember 2013, 14:01

So, ich habe das neue Buch von Michael Linenberger jetzt durch und möchte meine Einschätzung dazu gerne los werden:


Rezension zu Michael Linenbergers "Total Workday Control" 4th Edition


Allgemeines
Linenbergers Buch erläutert den Aufbau eines durchgängigen und funktionierenden Arbeitsablaufs in Microsoft Outlook. Die vierte Edition konzentriert sich dabei auf die Outlook-Versionen 2007, 2010 und 2013 sowie Outlook für Mac 2011. Beim theoretischen Unterbau bedient sich Linenberger bei David Allens "Getting Thins Done", aber auch bei Werken von Stephen Convey und anderen. Das Buch ist leider nur in Englisch erhältlich, ich persönlich hatte aber wie bereits bei den älteren Versionen keinerlei Probleme mit dem Verständnis. Zum Einen erläutert Linenberger jeden Schritt seiner Systematik sehr detailliert und wiederholt Kerngedanken immer mal wieder, zum Anderen ist der Wortschatz bei IT-Themen auch hierzulande sehr englisch-lastig, sodaß man sich sehr schnell in das Buch hineinfindet.

Inhalt
Hier nur einige Bemerkungen in Kürze, man kann sich das Inhaltsverzeichnis ja bei Amazons "Blick ins Buch" selbst ansehen. Linenberger startet mit seinem sehr vereinfachten Konzept der "One Minute To-Do List", in dem einige Kerngedanken der Workday Control bereits enthalten sind. Danach erläutert er sein Konzept des "Total Workday Control". In den weiteren Kapiteln greift er dann einen Aspekt nach dem anderen im Detail auf. Diese Dreiteilung ist meiner Meinung nach die einzige (kleine) Schwäche dieses Buches. Der erste Teil ist zu simpel. Im zweiten Teil stösst man dann auf zwei Probleme: Einige der Erläuterungen hat man dann schon in Teil 1 gelesen, während er bei anderen Ausführungen auf die Details in den späteren Kapiteln verweist und zwar meistens dann, wenn es wirklich spannend wird. Man müsste dann eigentlich vorblättern, die Details nachlesen uns später wieder zurückgehen. Das ist aber nur ein kleiner, verschmerzbarer Nachteil.

Besonderheiten
Mir persönlich gefällt der Schreibstil von Michael Linenberger sehr gut. Es macht wirklich Spass, dieses Buch zu lesen. Ganz besonders möchte ich aber folgenden Punkt herausheben: Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die sich zum Thema "Optimierung von Arbeitsprozessen" äußern, merkt man bei Linenberger praktisch auf jeder Seite, dass er "einer von uns" ist. Er kennt alle Probleme, die ein vielbeschäftigter "Büromensch" (egal ob Manager oder Sachbearbeiter) hat, auf welche Hürden man stösst und wo Hochglanz-Ratschläge einfach nicht weiterhelfen. Jedesmal, wenn man den Eindruck hat, die Linenbergersche Problemlösung würde in der eigenen Büropraxis aus ganz bestimmten Gründen nicht funktionieren, greift der Autor GENAU diese Bedenken im nächsten Satz auf und liefert die passende und funktionierende Erläuterung dazu. Das Buch steht da meiner Meinung nach im sehr positiven Gegensatz zu den ganzen "Simplify" - Sachen, die sich nett lesen aber dann nur an der Oberfläche bleiben. Dazu passt auch, dass Linenberger die exakte Umsetzung seiner Tipps in Outlook wirklich bis zum letzten Mausklick erläutert. Während das Buch "Zeitmanagement mit Outlook" von Lothar Seiwert (das ich zufällig vorher in Händen hatte) zum Beispiel wieder mal die alten Recken Eisenhower und Pareto aus der Kiste holt und uns ermahnt "den Posteingang im Griff" zu behalten, da fängt Linenberger an dieser Stelle überhaupt erst an, zieht alle Register und beschreibt bis ins Detail, was das "im Griff behalten" überhaupt bedeutet und was zu tun ist.

Fazit
Absolut lesenswert. Nach der Lektüre hat man unzählige neue Ideen, die man am liebsten sofort in die Praxis umsetzen möchte (schade, dass ich noch bis 6.1. Urlaub habe ...). Außerdem wird man durch die Lektüre so ganz nebenbei zum "Outlook-Experten". Für Menschen, denen das Prinzip "Getting Things Done" zusagt, die von bisherigen Ratgebern eher enttäuscht sind und die zudem mit Outlook arbeiten, würde ich dieses Buch fast als "Muss" bezeichnen.

Viele Grüße und allen Forumsteilnehmern ein gutes neues Jahr 2014!
Scampolo

sirpa1997

Fortgeschrittener

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75

Freitag, 3. Januar 2014, 09:28

Appetitanreger

Ahoj Scampolo,

das macht ja mächtig Appetit, aber ich kann mich noch nicht dazu aufraffen, bei mir ist gerade totale Ebbe in der Kasse.

Sag mal, hattest du auch schon Linenbergers "anderes" Buch: "Master your Workday now" mal in deinen Fängen? Wenn ja, ergänzt dies die TWC-Reihe oder ist das alles nur noch mal neu aufgebrüht?

Ich wünsche Dir und allen anderen Mit-ForistInnen ebenfalls ein gutes neues Jahr.

Viele Grüße
Sirpa1997

P.S. Hast du irgendwelche Italien-Connections oder wie kommst du zu deinem Nickname?

Scampolo

Schüler

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76

Freitag, 3. Januar 2014, 10:59

Hallo Sirpa,

ich habe bereits das erste Buch "Total Workday Control" von 2006 und die 2. Edition von 2008. Hauptunterschied ist natürlich, dass Linenberger jedesmal die jeweils aktuellen Outlook-Versionen beschreibt. Das macht schon Sinn, da sich die Bedienung der verschiedenen Varianten ja schon sehr stark geändert hat und zudem immer wieder Funktionen dazu kommen, die von Linenberger auch sehr sinnvoll integriert werden.

Zum inhaltlichen Teil: Das Grundkonzept bleibt von Buch zu Buch schon immer gleich. Man merkt aber, dass der Autor immer weiter an seinem Model feilt und offenbar auch Feedbacks aus seinen Seminaren ernst nimmt und in die neuen Ausgaben einbaut. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich von Linenberger nun unnötigerweise dreimal "gemolken" worden bin.

Viele Grüße
Scampolo

Ach so, mein Nick kam eher langweilig zustande: Ich brauchte mal einen Benutzernamen und hatte nicht genug Phantasie. Im Hintergrund lief damals grade ein alter Romy Schneider - Film im Fernsehen ... und schon war mein Name geboren!

abz

Meister

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77

Montag, 6. Januar 2014, 13:48

Wie spezifisch Outlook-lastig ist denn das Buch eigentlich, dh. inwiefern kann man denn seine Ideen in anderen Mailprogrammen umsetzen? Konkret Thunderbird, falls das zufällig jemand macht?

sirpa1997

Fortgeschrittener

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78

Montag, 6. Januar 2014, 16:26

Übertragbar

Hallo abz,

theoretisch geht das auch mit dem T-Bird in Verbindung mit Lightning. Allerdings habe ich es noch nicht konkret ausprobiert. Z.B. ist es wichtig, dass für Linenbergers Priorisierungssystem bei Aufgaben ein "Beginnt am" Feld erforderlich ist.
Da mir mein Arbeitgeber inzwischen eine vergünstigte MS Office Version für zuhause gegönnt hat, bin ich mittlerweile vom T-Bird auf Outlook umgestiegen, so dass ich leider keine weiteren Tipps geben kann :(

Auf jeden Fall hat Meister Linenberger seine Methode schon auf Toodledo.com getweakt (Arrgh, neuhochdeutsch). Ok, angepasst :D für Leute die nicht mit Outlook arbeiten können oder wollen. Toodledo hat sogar ein Extra Setting für TWC/MYN, dies ist irgendwo auf Linenbergers Homepage vermerkt oder bei den FAQ bei Toodledo zu finden.
Ist natürlich nicht jedermanns Sache seine Daten in die Cloud/Online zu bringen.

Fazit: Die Methode Linenbergers kann sicher auch mit anderen Werkzeugen umgesetzt werden, wenn man das Prinzip verstanden hat. Und dies ist "no rocket science". Vielmehr ist sein System eigentlich relativ schlicht aufgebaut. Wichtig ist eben ein Werkzeug (i.d.R. ein Personal Information Manager = PIM), das Email und Aufgaben verwalten (und ggf. hin- und herschieben) kann und das anpassbare Felder und evtl. Kategorien verwendet.

Viele Grüße
sirpa1997

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sirpa1997« (6. Januar 2014, 16:29)


Lvood151

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79

Donnerstag, 1. Mai 2014, 05:47

Fazit: Die Methode Linenbergers kann sicher auch mit anderen Werkzeugen umgesetzt werden, wenn man das Prinzip verstanden hat.

ja, absolut.

Im Prinzip braucht im einfachsten Fall nur eine Liste mit verschiedenen Kriterien (Aufgaben"titel", Prio, Starttermin, Deadline-Termin), die man nach den verschiedenen Kriterien filtern kann.


Ich habe mittlerweile noch einige Verbesserungen an meinem auf TWC/MYWN basierenden System gemacht:

besserer Fokus:

Meine tägliche Aufgabenliste (elektronisch) habe ich nun angepasst, so dass sie mir nur noch die wirklich für den Tag geplanten Dinge anzeigt.
Bisher hatte ich auch die in den nächsten Tagen kommenden Deadlines dort angezeigt, was es ziemlich unübersichtlich machte.
Jetzt gibt es eine analoge Übersicht (nur) für die morgendliche Tagesplanung, in der auch die in den nächsten 14 Tagen kommenden Deadlines sichtbar sind und während des Arbeitstages schaue ich dann nur auf die verkürzte Liste. Das hat schon viel geholfen.


Automatisierung im Posteingang:

Sehr viel Input kommt über E-Mails - ich habe mich in den letzten Tagen/Wochen noch einmal ein bisschen mit MS Outlook beschäftigt und dort einige meiner VBA Makros verbessert.
Das erleichtert viele Routineaufgaben enorm, z. B. das verschieben von Mails in den entsprechenden Archivordner oder (ganz wichtig) Kopieren von Hyperlinks zu den ausgewählten E-Mails oder Kalenderereignissen, die ich dann in meine org-mode-Notizen reinkopieren und bei Bedarf per Klick wieder zu der E-Mail oder dem Termin springen kann, ohne sie in den Tiefen meines Outlook-Postfachs suchen zu müssen.
Das ist wirklich sehr nützlich.


Ich nutze nach wie vor eine flache Email-Ablage:
Ich habe einen Suchordner, der "Process" heißt und mir alle Mails aus Inbox und Sent-Verzeichnis auflistet. Das sind sozusagen die "losen Enden".
Ziel ist, dass dieser Ordner möglichst leer ist -> Inbox Zero (im Moment habe ich leider konstant 80..120 nicht ganz dringende Mails drin, die noch unbearbeitet sind :S )
In Outlook habe ich bisher nicht versucht, einzelne Mails irgendwelchen Projekten oder Produkten zuzuweisen.

Idealerweise gehe ich diesen "Process"-Ordner regelmäßig durch,
* wenn die Mail eine Aufgabe oder wichtige Information enthält (oder eine bereits existierende Aufgabe betrifft), dann kopiere ich einen Link zu der Mail in meine Aufgaben-/Notizen-Datenbank (Emacs org-mode) und verschiebe die Mails in den Archiv-Ordner.
(genau genommen wird sie zuerst verschoben, denn dabei ändert sich leider die eindeutige GUID der Nachricht und dann der Link kopiert, aber das erledigt ein VBA-Makro für mich :D )
* wenn sie nicht mehr gebraucht wird, wird sie gelöscht
* Kalenderereignisse (Zusagen zu Meetings etc.) wandern in einen separaten Archiv-Ordner
* Einladungen und Termine können über ein VBA-Makro auch incl. Hyperlink zum Outlook-Objekt in Emacs org-mode übertragen werden, wo sie dann auch entsprechend in meiner Kalenderansicht auftauchen.

Weitere Neuerungen:
* ich habe mir eine AutoFormatierung definiert, die Mails, bei denen ich nur als CC-Empfänger drinstehe, in einer anderen Farbe dargestellt werden. Damit ist auf einen Blick sichtbar, was tatsächlich "direkt an mich" geht.

Auch das Mindmapping Tool Freeplane versuche ich besser an meine Arbeitsweise und Anforderungen anzupassen und habe mir ein paar kleine Skripte gebastelt, um Routineaufgaben schnell per Tastaturkürzel zu erledigen.
(z. B. den ausgewählten Knoten einen Stern "* " voranzustellen (Symbol für Todo) oder ein "+ " / "- " für Vor- und Nachteile.
Das sehr nützliche FreeplaneGTD plugin kann dann auf Knopfdruck eine Aufgabenliste darstellen, in der alle Todos der aktiven Mindmap auftauchen.
Gerade bei Besprechungen ist das sehr nützlich, um am Ende Bilanz zu ziehen: wer macht was?

zur MYWN-Methode an sich:
bisher habe ich mich vorwiegend im "Control Layer" bewegt.
Die Flut an Aufgaben ist allerdings sehr groß, ich verliere leicht die Übersicht und es ist noch Raum für Verbesserungen da.
In den letzten Wochen habe ich nochmal intensiv die Kapitel zum "Create Layer" (Now Goals, Goal Spinning, ...) gelesen und will auch diese verwenden.
Konkret habe ich das aber noch nicht gemacht - bisher habe ich noch keine Vision Goals schriftlich formuliert, habe das aber vor.
Die Kriterien für die Formulierung eines funktionierenden Now Goals fand ich aber sehr interessant und ich glaube, sie haben mir schon geholfen, positiver mit meinen laufenden Projekten umzugehen (bei Gelegenheit mehr dazu).
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lvood151« (1. Mai 2014, 05:57)