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Lvood151

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Registrierungsdatum: 6. August 2009

Beiträge: 552

1

Samstag, 29. Juni 2013, 10:50

Mindmapping zum Brainstorming im Team

Hallo sirpa1997,

für unsere Diskussion zum Mindmapping hier http://dingegeregeltkriegen.de/wbb3/inde…D=8220#post8220 habe ich ein neues Thema angelegt:

Die Ausgangslage:

Mindmapping: Mein Lieblingsthema. Habe schon viel durchgeprüft, auch beruflich. Am Besten gefällt mir der Mindmanager von Mindjet, aber der Preis ist inzwischen nachgerade obszön! Personal Brain ist ein sehr interessanter, abweichender Ansatz, aber aus Kostengründen auch nichts für mich.
Von Cloud-basierenden Angeboten wie Mindmeister u.ä. lasse ich die Finger. Freemind und Nachfolger sind zwar nett, aber stecken aufgrund der Open-Source-Basis entwicklungstechnisch noch in den Kinderschuhen (Wissensstand 2012).
Inzwischen haben wir uns auf XMind festgelegt, was zwar auch ein Cloud-Angebot ist, allerdings ist der Client Open-Source (und gratis) und kann auch gut offline betrieben werden. XMind ist -im Gegensatz zu Freemind - deutlich näher am Mindmanager, von der Haptik und funktional. Einige wichtige Features sind dann natürlich kostenpflichtig, aber für die Basisarbeit mit Mindmaps reicht der kostenfreie Client locker aus. Inzwischen hat er sogar eine - leider kostenpflichtige - Brainstorming-Funktion, die für mich bisher das Alleinstellungsmerkmal des Mindmanagers war.


Brainstorming in der Mindmapping-Software
Im Gegensatz zur Mindmap, in der du das zentrale Thema vorgeben musst und dann die Unterpunkte zwangsweise hierarchisch gliedern musst, bietet die Brainstorming-Funktion die Möglichkeit erstmal alles ohne Verbindungen/Gliederung aufs Blatt zu werfen. D.h. man schreibt an verschiedenen Positionen die Schlagwörter und erst im 2. bzw. 3. Durchgang werden diese sortiert, in Ebenen gegliedert und verschiedene Schwerpunktthemen erzeugt. Folglich kann man gut allein oder im Team mit Beamer ein Brainstorming entwickeln und hat den Vorteil, dass man dann die Wölkchen an den Schautafeln nicht mühselig abfotografieren oder abmalen und ordnen muss.
Zugegebenermaßen verwende ich es selten in der Teamarbeit, da bei uns die Projektteams häufigst aus Projektverantwortlichen und Projektmitarbeitern bestehen, die Personalunion erfordern. Die Personaldecke ist eben etwas dünn.


Hm,
wenn ich das richtig verstehe, willst Du ein Programm, dass zunächst "Knoten" frei auf dem virtuellen Papier positionieren kann, und diese dann später zusammenfassen und sortieren.
Freeplane (meine Lieblings-Mindmapping-Software :D) kann auf jeden Fall "frei hängende" Knoten erzeugen (siehe z. B. hier: http://freeplane.sourceforge.net/wiki/in…Overview_en.jpg) , die nicht mit dem zentralen Basis-Knoten verbunden sind. Ich habe das allerdings noch nie genutzt: mit Control-Doppelklick kann man freie Knoten positionieren (siehe hier).

Ich habe das mal kurz ausprobiert, würde grundsätzlich gehen, für mehrere Themen mehrere freie Knoten zu erzeugen, und dann zu sammeln:
http://mabe.bplaced.net/dgr/Urlaub_FreeNodes.png
Die freien Knoten kann man später auch problemlos durch Drag&Drop an bestehende "hierarchische" Knoten anhängen:
http://mabe.bplaced.net/dgr/Urlaub_FreeNodes_toRoot.png


Aber was spricht gegen folgenden Vorgehensweise?
(Beispiel sehr rudimentär)
Erst alles sammeln als Knoten um den Wurzelknoten herum:
http://mabe.bplaced.net/dgr/Urlaub_Mindmap1.png

dann gruppieren, sortieren, ergänzen:
http://mabe.bplaced.net/dgr/Urlaub_Mindmap2.png
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Lvood151« (29. Juni 2013, 13:33)


sirpa1997

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2

Montag, 15. Juli 2013, 15:20

Back from Urlaub

Hallo Lvood,

ja, das geht natürlich auch, ist aber eben nicht das Gleiche. Wie schon gesagt, das Brainstorming mache ich inzwischen meist alleine, da wir kaum mehr echte Projektteams zusammenstellen können. Da habe ich für meinen Eigenbedarf als Notnagel immer noch eine ältere Mindmanagerversion verfügbar, solange man mir meinen Windows XP-PC nicht einkassiert ;(

Zuhause komme ich auch mit einem Basic Mindmapper klar, wobei mir da immer noch eine "mundgerechte" Software fehlt, die eine übersichtliche Planung nach Flughöhen a la David Allen ermöglicht. Ist eine echte Marktlücke, aber leider bin ich zu dusslig, um was Schickes zu programmieren...

Was ich noch gefunden habe, ist www.deepamehta.de. Aber da muss ich erst mal eine andere Denke lernen. Also ich merke, dass ich alt werde, früher war ich viel flexibler im um die Ecke denken. Außerdem gefällt mir deren technischer Ansatz mit Online nicht so richtig.
Habe auch schon mit conceptmaps rumprobiert, aber da fehlt mir noch so der richtige Bezug zu. Also lieber kleine Brötchen backen mit einfachem Mindmapping. Es geht ja auch weniger um die Form als um das Assoziative.

Schaue mir gerne nochmal Freeplane an, in den letzten 3 Jahren, sollte da ja auch etwas passiert sein.

Viele Grüße
sirpa1997

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sirpa1997« (15. Juli 2013, 15:44)


Lvood151

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3

Dienstag, 16. Juli 2013, 01:32

Hallo sipra1997,

hm, also so ganz habe ich immer noch nicht verstanden, was nun das besondere an dem Brainstorming Modus ist - kannst Du auch mal einen Screenshot machen?

Vielen Dank für den Hinweis auf deepametha! Ich war da vor vielen Jahren schon mal drüber gestolpert, hatte es aber dann wieder vergessen.
Jetzt bin ich möglicherweise reif dafür :D

Zitat

wobei mir da immer noch eine "mundgerechte" Software fehlt, die eine übersichtliche Planung nach Flughöhen a la David Allen ermöglicht. Ist eine echte Marktlücke, aber leider bin ich zu dusslig, um was Schickes zu programmieren...

Wie meinst Du das? Was müsste diese Software tun?


Gruß

Lvood151
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

sirpa1997

Fortgeschrittener

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4

Donnerstag, 18. Juli 2013, 09:43

Grübel

Hallo Lvood,

ich habe mal die Screenshots angefertigt und dabei gemerkt, das da inhaltlich nicht viel hinter der Brainstorming Funktion steckt. Insofern hattest du durchaus recht, dass dies auch manuell mit deiner Freeplane-Lösung zu verwirklichen ist. Da habe ich mich wohl zu sehr blenden lassen. Der Mensch ist halt bequem.

Was die mundgerechte Darstellung der Flughöhen von DA angeht, hm, damit stellst du mir eine exzellente Frage...

DA hat mal eine sog. GTD Workflow Map herausgegeben, für teuer Geld. Die kann ich hier aus Copyright-Gründen leider nicht zur Verfügung stellen. Aber die ist recht bunt, was mir ganz gut gefällt, allerdings werden die Flughöhen genannt, aber nicht wirklich darauf eingegangen. Sowas wäre für mich sehr hilfreich, das sich ergebende Geflecht von Verbindungen aus den Zielen der hierarchisch unterteilten Flughöhen zu sehen. Denn erst wenn ich einen Überblick habe, was da alles kreucht und fleucht, kann ich für mich die Prioritäten richtig setzen. D.h. an welchem Ziel will bzw. muss ich jetzt arbeiten. Oder: Welches Projekt hat derzeit am meisten Aussicht auf Erfolg. Oder: Die Arbeit an welchem Projekt bringt mir im Moment echte Zufriedenheit usw.

Das geht schon ein wenig in die Richtung von Conceptmaps oder so einem Geflecht wie bei Personalbrain oder Deepamehta, allerdings ist mir deren Software von den Strukturvorgaben zu einengend und damit zu wenig kreativ nutzbar.
Offensichtlich muss ich mich mal in einer ruhigen Stunde hinsetzen und die Anforderungen aufschreiben, sie sind bei mir auch noch nicht ausgegoren. Vielleicht sollte ich erst nochmal die verschiedenen Flughöhen und ihre Definition durchackern, um klarer die Anforderungen definieren zu können. Nehme ich mir mal für den August vor.

Viele Grüße
sirpa1997
»sirpa1997« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sirpa1997« (18. Juli 2013, 09:45)


Lvood151

Meister

Registrierungsdatum: 6. August 2009

Beiträge: 552

5

Freitag, 19. Juli 2013, 02:14

@sirpa1997

Danke für Deine Antwort und für die Screenshots.

Wegen "Brainstorming": frei positionierbare Knoten gehen - wie gesagt - in Freeplane genauso, aber ich frage mich schon, ob es überhaupt einen großen Unterschied macht, wie man sie anfangs platziert.
Clustern kannst Du auch, wenn Du im Mindmap die zusammengehörenden Knoten nebeneinander schiebst (geht auch rein mit Tastatur ohne Maus - bei MindManager sicherlich genauso möglich) oder für eine Auswahl von mehreren Knoten einen Eltern-Knoten erzeugst, um sie zusammenzufassen.

Thema Flughöhen*:
ganz entfernt ist mir schon noch geläufig, was DA damit gemeint hat - im Prinzip sind es (denke ich) die zeitlichen Horizonte der Planung von kurzfristig bis sehr langfristig.
Ein Mindmap kann sicherlich hilfreich sein, da man mit der hierarchischen Gliederung ja leicht Details sichtbar machen oder ausblenden kann.
Was genau Du Dir da erwartest/vorstellst, würde mich aber sehr interessieren.

* mit quick&dirty Google-Suche fand ich folgendes

Zitat

50.000 Fuß: Das sind die großen Lebensziele. Diese sollte man bei allem was man tut, nicht aus den Augen verlieren.
• 40.000 Fuß: Die Vision, der Ausblick auf die nächsten drei bis fünf Jahre.
• 30.000 Fuß: Die Ziele für die nächsten ein bis zwei Jahre.
• 20.000 Fuß: Die eigenen Verantwortungsbereiche.
• 10.000 Fuß: Die laufende Projekte.
• Startbahn: Das aktuelle Handeln.

Quelle: http://www.dialogus.de/magazin/ideen/33
Ich hatte noch keine Zeit, den Artikel ganz zu lesen - v.a. wie er verschiedenen Perspektiven in seinem System sichtbar machen kann.
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sirpa1997

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2009

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6

Freitag, 19. Juli 2013, 10:29

Angefangen

Hallo Lvood,

hatte zwar August als Zeithorizont, jetzt habe ich mich aber doch schon reingekniet. Danke für den Artikel, ist zwar eine Motivationshilfe, mehr aber nicht. Das mit den Projekten auf jeder Ebene ist ein Anfang, aber für mich nicht die richtig Lösung. Brauche es mehr graphisch und wenn es eine A0-Tapete wird :)

Die Flughöhen haben "bottom-up" also von unten nach oben schon etwas mit dem ansteigenden Zeithorizont und der Review-Frequenz für die (Lebens-)Planung zu tun. Allerdings sind beim Top 50.000 feet = Purpose und bei 40.000 feet = Vision keine reinen Planungskriterien mehr gefragt.

Beim Purpose geht es schon um den "Lebensinhalt/Lebenszweck" und "Prinzipien". Also schon so philosophische Fragen wie: Warum bin ich auf der Welt? Wer bin ich/möchte ich sein? Oder: Welches sind meine (Grund-)Prinzipien?

Eine Berliner Infografikerin: www.infoplusdesign.de hat mal eine graphische Übersichtskarte zur Verfügung gestellt, die ich mir herunter geladen habe. Vermutlich kam der Tipp sogar hier aus dem Forum. Leider ist sie zu groß zum Anhängen und auf Ihrer Homepage gibt es den Download nicht (mehr), man kann da nur noch einen groben Blick darauf werfen, ist aber fast nicht leserlich. Falls jemand Interesse hat, bitte über private Nachrichten anfragen, mit Emailadresse, ich schicke sie dann über normale Email zu.

Sie fasst DA dann mit diesen Fragen auf 50.000 feet = Purpose zusammen: "Ihre ultimative Lebensintention: Was ist ihr Zweck? (schlecht übersetzt/formuliert) Was ist der Grund für alles? Prinzipien: Was sind die wichtigsten Standards, die aufrechterhalten werden sollen? Was sind kritische Verhaltensweisen für den Erfolg? (Das ist wieder so typisch amerikanisch: Lebensinhalt = Erfolg)."

Eigentlich stellt DA damit die richtigen Fragen, aber so wie ich die Amis kenne, haben die dann viel pragmatischere Antworten als die mehr zur Metaphysik neigenden Deutschen ;)
Vielleicht sollte ich jetzt aber auch nicht voreilig von mir auf andere schließen.

40.000 feet = Vision. "Wie würde völlig verrückter Erfolg aussehen, sich anhören und sich anfühlen?" Wieder so etwas in dieser Erfolgsschiene. DA gibt als Anekdote da seine Vision an, als er sich 1990 hinsetzte und mit kleinen Bildchen eine Map malte, wie er sich seinen beruflichen langfristigen Erfolg vorstellte. Eine Weltkugel mit Flugzeug, das drumherum kreist u.ä. Er sagt aus der Rückschau, er hätte nie gedacht, dass sich sovieles verwirklichen wird. Allerdings warnt er auch davor, völlig unrealistische Ziele zu setzen, das Frustrationspotenzial sei gefährlich.

Zurück zur Software: Wie man diese Ebenen und ihre Beziehungen untereinander gut darstellen könnte, da fehlt mir noch die zündende Idee. Das Beste was ich kenne, sind die Mindmaps, aber so ganz zufriedenstellend finde ich das auch noch nicht. 4D-Map vielleicht? :D
Einerseits warnt DA davor, die unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig zu betrachten, weil man sich dann gedanklich zu leicht vergaloppiert. Andererseits braucht man gelegentlich schon das Feedback, ob ein Ziel oder Projekt der unteren Ebenen überhaupt ins größere Ganze passt...

Viele Grüße
sirpa1997

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sirpa1997« (19. Juli 2013, 10:39)