David Allen schreibt viel über die Ablage in "Folders", und er empfiehlt die einfachen "Manila folders". Mit diesem Begriff kann aber hier in Deutschland kaum einer was anfangen. Offenbar auch die Übersetzer nicht, denn in der deutschen Version von "Getting things done" wird das mit "Ordner" oder noch viel schlimmer "Aktenordner" übersetzt. Da denkt doch jeder gleich an einen 5 cm breiten Leitzordner, der im Regal steht. Darum geht es aber nicht.
Es handelt sich im Prinzip nur um einen dünnen Karton, der einmal zusammengeklappt ist, und an der offenen Seite einen Reiter zur Beschriftung hat. Der Reiter ist meist einfach Teil des Kartons, also nicht extra aufgesetzt oder geklebt. Hier mal ein Bild:
Die Seiten der Mappe sind komplett offen, man kann sie also ganz aufklappen. Sie sind so dünn, dass man ohne schlechtes Gewissen auch einen einzelnen Zettel in einer eigenen Mappe ablegen kann, wenn das Sinn macht.
Man stellt dann beliebig viele dieser Mappen hintereinander in eine Schublade, eine Kiste oder einen Karton. Wenn die Schublade noch nicht voll ist fallen sie natürlich um, dann muss man einfach was dahinterstellen als Platzhalter, bis genügend Mappen drin sind dass es von alleine hält.
Diese "primitive" Mappenvariante ist in USA so extrem verbreitet, dass man dort gar nicht darüber reden muss - jeder kennt das. Hier in Deutschland sind sie eher schlecht zu erhalten, ich habe zwei Bezugsquellen in
einem anderen Thread genannt.
In Europa gibt es statt dessen zwei sehr ausgekügelte Ablagesystem, die in die selbe Richtung zielen: Feingliedrige Ablage in dünne Mappen, die man schnell finden kann. Ich spreche von
Classei und
Mappei, die wesentlich mehr bieten als die einfachen Manila Folders, aber auch deutlich mehr kosten.

(Bild von Classei)
Am besten man schaut sich alles mal an und entscheidet dann selbst, was einem am ehesten liegt.