Saturday, October 25th 2014, 10:35pm UTC+2

You are not logged in.

  • Login
  • Register

Dear visitor, welcome to Dinge geregelt kriegen. If this is your first visit here, please read the Help. It explains how this page works. You must be registered before you can use all the page's features. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Date of registration: May 29th 2009

Posts: 23

21

Monday, June 15th 2009, 11:53pm

Hier mal ein kurzes Update!

Das Zeittagebuch führe ich weiterhin und es leistet mir gute Unterstützung und auch Ermahnung :whistling: in den zu erledigenden Dingen.

Längerfristig wird es anstrengend sein, alles zusammenzufassen, obwohl ich einige Sachen in Rubriken zusammenfasse, z.B. "Arbeit Diverses" und "Freizeit Diverses". Hier schreibe ich verschiedene kleinere Dinge rein, die nur einige Minuten gedauert habe. Zeitintensivere Dinge notiere ich in einem separaten Eintrag.
Liebe Grüße :D

Miscellaneous

coddq

Trainee

Date of registration: Mar 25th 2009

Posts: 21

22

Sunday, June 21st 2009, 12:26pm

Ich habe da neulich was sehr interessante gehört.
Wer nur halbtags arbeitet ist produktiver als jemand, der einen Vollzeitjob hat. Das passt ganz gut zur Theorie, dass der Raum/Zeit, die zur Verfügung gestellt wird, auch genutzt wird!
Herr Appelt von der Deutschen Post sagte dazu: Was man nicht in einer 50-60 Stunden Woche erledigen kann, dass kann man auch nicht in einer 70-80 Stundenwoche!

Und hier glaube ich, dass Fiores Tipp mit dem Un-Kalender wirklich hilfreich ist. (Alles in den Kalender eintragen, was nicht mit Arbeit zu tun hat, dann sieht man, wieviel "Arbeitszeit" übrig bleibt).
Setzt dich unter Zeitdruck. Mach die Schublade kleiner, genauso wie den Schreibtisch, das zwingt dich mit dem vorhanden auszukommen!
Vielleicht helfen Termine mit sozialen Kontakten, die dich in Deiner Arbeitszeit begrenzen. Dann musst Du die wirklich wichtigen Dinge in der verbleibenden Zeit erledigen.

Stell Dir doch mal vor, noch 4 Stunden bis zur Präsentation vor dem Kunden. Und wie sieht es denn jetzt mit dem Kaffeeschnack aus? Beantwortest Du wirklich jede Frage eines Mitarbeiters so ausführlich? Surfst Du nochmal kurz im Web? Eher nicht!
Es klappt also, wenn man genügend Druck von außen hat. Die Frage ist jetzt, wie kommst Du selbst unter diesen Druck, so dass Dir auch noch Zeit für Privatleben bleibt?

Das Zeittagebuch ist in meinen Augen erst der Eye-Opener! Es muss eine Konsequenz gezogen werden aus der Tatsache, dass man sehr viel Zeit mit Nichtigkeiten verschwendet.

Date of registration: Mar 6th 2009

Posts: 1,200

23

Sunday, June 21st 2009, 12:52pm

Es klappt also, wenn man genügend Druck von außen hat.
Stimmt. Bloß: will man so arbeiten?

Mit diesem Thema kämpfe ich schon lange. Meine dauernden Fehleinschätzungen, wie lange was dauert, hängen auch damit zusammen. Zu oft schätze ich die Dauer anhand der Erfahrungen aus den Tagen, in denen ich wie ein D-Zug durch die Arbeit rase - und wundere mich dann, daß ich am Wochenende, wenn ich eher bummelzugmäßig arbeite, so wenig vom Tisch kriege.

Aber an den D-Zug-Tagen bin ich den ganzen Tag so genervt und abends so platt - nee, das will ich mir am Wochenende nicht auch noch antun. Am Wochenende leiste ich mir nicht nur Pausen, sondern bearbeite die Akten auch mal gründlicher, erledige also außer dem akut anstehenden Teil auch kleinere Aufgaben, die zwar nicht so irre dringend sind (und oft auch schon sehr lange in der Akte schmoren, weil sie an den D-Zug-Tagen immer wieder für Dringenderes zur Seite geschubst werden), es mir aber ermöglichen, die Akte danach für den Rest des Monats und nicht nur für ein paar Tage wegzuhängen. So macht mir die Arbeit fast Spaß.

Folge dessen ist, daß ich regelmäßig am Montagmorgen beim Erstellen des Tagesplans fluche, wie viel noch aus der vorangegangenen Woche übrig ist und am Wochenende eben nicht erledigt wurde ... aber wäre es erstrebenswert, diese Aufgaben am Wochenende erledigt zu haben, dabei aber das ganze Wochenende über genauso genervt (= gelegentlich ziemlich unausstehlich: Zickenalarm!) und erschöpft zu sein wie an den Nichtwochenendtagen?

Ich habe noch keine Lösung gefunden.

Quadi

Intermediate

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 121

24

Sunday, June 21st 2009, 10:21pm

Find ich einen wichtigen Einwand, Evaluise!
Ich denke, es ist sehr typabhängig. Manche Menschen vertragen so einen Druck gut, er macht sie soagr produktiver, ohne zu Genervtsein zu führen. Andere (da gehör ich selbst dazu) kriegen damit unproduktiven Stress ("Oh je, ich schaff ja gar nichts...") und flippen fast aus. Da kanns das also nicht sein.

Ein System, was einen zwar produktiver macht aber am Ende unglücklicher ist Käse, oder? Das muss halt jeder für sich rausfinden. Produktivität ist nicht alles, Lebensqualität ist mehr wert.

coddq

Trainee

Date of registration: Mar 25th 2009

Posts: 21

25

Monday, June 22nd 2009, 5:27pm

Druck und Druck.

Was ist denn nerviger? Die ganze Woche zu arbeiten und dann auch noch am Wochenende "die kleinen Dinge" erledigen, oder die Woche arbeiten und dann gut?

Ich bin absolut kein Freund von 9 till 5, aber man muss sich auch bewusst - und ohne Schuldgefühl - mal sagen: jetzt hab ich Feierabend!
Andernfalls gibt es keine Erholungsphasen mehr. Und das widerspricht auch dem System GTD: Alles aus dem Kopf bekommen und dann entspannt leben.

Für mich hat sich folgendes eingestellt: Manche Dinge, die ich nicht erledige, erledigen sich von selbst! Nur Mut, nicht alles ist so wichtig, dass ICH mich damit befassen muss.
Wenn man alles von seinem Schreibtisch abarbeitet, dann wird der trotzdem immer so voll sein wie vorher.
Schreibt unser lieber David nicht, dass man durch sein System zwar nicht weniger arbeitet, aber (die Flughöhen) das macht, was man will?

Setzt Euch klare (Zeit-)Ziele und dann wird eben daran gearbeitet. Und dann halt nicht mehr. Wenn Du Dir am Wochenende (wenn man schon arbeiten muss) lieber eine Zeit setzt von - bis, dann hast Du den Rest frei und ein klein wenig Druck auch ;-)

Gruß
Christopher

Date of registration: Mar 6th 2009

Posts: 1,200

26

Monday, June 22nd 2009, 6:54pm

Nee coddq, da spielt noch was anderes 'ne Rolle. Ich hätte wahrscheinlich mehr Freizeit, wenn ich mich zwingen würde, alle Arbeiten im D-Zug-Modus zu erledigen. Aber mein Eindruck ist, daß ich die besten Ideen habe, wenn ich im Bummelzugmodus arbeite, und das geht nur am Wochenende. Dann laß ich mir auch mal die Zeit, Sachen grundsätzlicher zu durchdenken, und oft ergeben sich daraus mittelfristig Arbeitserleichterungen. Hmm, schwer zu erklären, weil ich ja so'n exotischen Job habe, also mal ganz banales und allgemeinverständliches Beispiel: es spart mittelfristig Zeit + Nerven, wenn ich bei Sendungen an die Kunden nicht jedesmal einen Umschlag bedrucken oder mit der Hand beschriften muß, sondern in jeder Akte vorne ein paar Adreßetiketten hängen. Aber die erstmal in den Computer zu füttern und auszudrucken und in alle Akten zu packen dauert ganz schön lange!

Im D-Zug-Modus hätte ich nicht nur nicht die Zeit, diese Etiketten zurechtzubasteln - ich wäre im D-Zug-Modus auf diese simple Idee vermutlich nicht einmal gekommen. (Also jetzt bitte nicht auf den Etiketten rumhacken und ob die unbedingt ich selbst zurechtbasteln muß - ist ja bloß ein Beispiel.)

Die Produktivität steigt also nicht automatisch unter Druck oder zumindest nicht langfristig. Wie Quadi schreibt: ist wohl typabhängig. Und natürlich gibt es immer Extreme - gerade in puncto Kaffeeschnack kann man's wirklich übertreiben, aber ganz ohne Kaffeeschnack ist mittelfristig auch keine gute Idee.

coddq

Trainee

Date of registration: Mar 25th 2009

Posts: 21

27

Monday, June 22nd 2009, 9:18pm

Ein Freund von Extremen bin ich auch nicht. Ich habe auch meinen Kaffeeschnack.

Sicher ist es manchmal besser gemütlich durch die Dinge zu gehen, aber ich denke auch, dass einem die richtig guten Ideen gar nicht bei der Arbeit kommen. Deshalb bin ich GTD ja so dankbar, dass ich die Ideen, die ich immer dann bekomme, wenn ich mich entspanne, auch festhalten kann.

Gemeint habe ich auch nicht, dass man durch das Leben hetzen muss! Bloss nicht! Das (Zeit-) Ziel das man sich setzten soll, das muss natürlich etwas fordernd sein. Soweit, dass man eben nicht das Ziel aus den Augen verliert. Wenn Du über Deiner Aufgabe sitzt und dann - weil eben Samstag ist - nebenbei nochmal im Netz unterwegs bist, dann ist das eben der Punkt bei dem der "Druck" eben hilfreich sein kann.
Jetzt die Arbeit, gleich die Entspannung.

Und bitte keine Extreme ;-)

Gruß

Grundmann

Intermediate

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 54

28

Monday, June 22nd 2009, 11:02pm

Und da haben wir wieder so ein Beispiel, weshalb wir uns (vermutlich) alle hier eingefunden haben: Die Berge unseres Arbeitsvorrates zwingen uns zur Überlegung, wie wir das schneller und besser schaffen können.
Es ist die Kunst, das Wichtige dem Unwichtigen vorzuziehen und die Zeit vernünftig einzuteilen. Das geht m.E. nur mit Druck an der richtigen Stelle und auch der nötigen Muße an anderen wichtigen Stellen.
Wer jetzt das Allheilmittel postet, mit dem jeder sicher die richtigen Stellen zielsicher erkennen und umsetzen kann, gewinnt den heutigen Tagespreis!
Ehrlich, trotz aller Erfolge, die mir GTD in Kombination mit ZTD und eigenen Modifkationen verschafft hat, drehe auch ich mich manchmal im Kreis. Und manchmal wird mir dabei auch ganz schön schwindelig...

Stampfa

Professional

Date of registration: Mar 8th 2009

Posts: 372

29

Tuesday, June 23rd 2009, 12:35am

Ich bin heute auf einen sehr schönen Artikel in der Süddeutschen gestoßen: Jenseits der Stille .
Es beschäftigt sich genau mit diesem "nicht abschalten können" und dem im Kreis drehen.

Vielleicht hiflt dir ja Meditation? Einfach mal 5 Minuten hinsetzen und nur einatmen und ausatmen? Viele schaffen das schon gar nicht mehr.
GTD gelesen 01/09 - in Umetzung seit: 11/10 - Atoma DinA4 mit eigenem Locher