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coddq

Trainee

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1

Saturday, June 6th 2009, 7:00pm

The Now Habit und GTD - nicht nur Dinge aufschreiben: auch machen! (Aufschieberitis)

Moin Moin!

Das Buch "The Now-Habit" von Neil Fiore habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich bin der Ansicht, dass es eigentlich ein Buch ist, dass wirklich zu GTD gehört.
Hin und wieder habe ich das "natürliche" Problem, dass ich zwar weiß, was ich alles machen müsste, aber es nicht angehen (möchte).
In meinen Listen stehen Dinge, die erledigt werden müssen, ich komme bei manchen Dinge aber nicht dazu sie anzugehen.

GTD sorgt ja dafür, dass man ein unscharfes Problem erst einmal strukturiert. Dadurch wird es ja erst handhabbar und bearbeitbar. Jedoch hilft es mir nicht sonderlich weiter, wenn die Aufgabe die dann zu erledigen ist immer noch unangenehm ist (oder man es zumindest als solches empfindet).

The Now-Habit von Fiore gibt da ein paar Hilfen und sie sind auch wirklich clever. Funktionieren sie bei Euch? Was habt Ihr für Tricks/Kniffe/Methoden, um das auch zu machen, was auf Euren Listen steht? Wie geht Ihr mit der Aufschieberitis um?

Gruß
Christopher

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wudi

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2

Sunday, June 7th 2009, 9:30am

@ Christopher

In der Sophaecke gibt's auch schon einen Thread über Aufschieberitis - sie ist mein Hauptproblem. Allerdings bin ich heuer besonders überlastet - meine Arbeit wird mir oft zu viel, komme in der Freizeit auch nicht zur Ruhe. Ich möchte mich mal mental ordentlich damit auseinandersetzen - vielleicht im Sommerurlaub ...

Vor ein paar Wochen habe ich mal die Übung gemacht, die Neil Fiore in seinem Buch vorschlägt - also: mit Atemübungen entspannen und sich auf eine einzige Sache konzentrieren. Das hat funktioniert - ich sollte es gleich wieder tun ... :whistling:

Auch hilft mir das Stellen des Küchenweckers auf 30 Minuten. Leider mache ich das zu inkonsequent, sprich selten.
Gruß, wudi

This post has been edited 1 times, last edit by "wudi" (Jun 7th 2009, 9:31am)


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3

Sunday, June 7th 2009, 11:21am

wenn die Aufgabe die dann zu erledigen ist immer noch unangenehm ist
Der Trick mit dem Küchenwecker funktioniert ganz gut, bei mir allerdings nur bei Aufgaben, die nicht so sehr dringend sind und in Häppchen zerlegt werden können: wenn ich genau weiß, daß ich nach 15 Minuten beim Weckerklingeln aufhören darf, gehe ich es eher an.

Meistens geht es aber um Aufgaben, die jetzt erledigt werden müssen und auch nicht bloß eine halbe Stunde dauern - wenn's nur 'ne halbe Stunde wäre, würde ich mich ja gar nicht so graulen. Da hat sich bei mir kein, aber auch gar kein Trick bewährt, da hilft es mir nur, mich innerlich selbst zusammenzuschnauzen: Hör auf zu jammern, wir wissen alle, daß das Leben hart ist, aber vom Jammern ist noch nie was fertig geworden. Und überhaupt hast Du herzlich wenig Grund zu jammern, denn im Gegensatz zu vielen anderen Leuten hast Du es bei der Arbeit warm und trocken und hinterher tut Dir nicht alles weh und Du darfst dabei sogar Kaffee trinken, Schokolade futtern, rauchen und bequeme Schuhe tragen. Also laß das Geseiere und fang an.

Das überzeugt meine innere Prinzessin fast immer.

wudi

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4

Sunday, June 7th 2009, 12:09pm

Ich habe heute den Küchenwecker auf 30 min gestellt, um meine Küche aufzuräumen. Als ich fertig war, hatte ich noch 16 min gut!
So etwas gibt mir zu denken - und ich schimpfte mich ein wenig, dass ich oft gar nicht mit dem Aufräumen anfange, also nicht einmal eine Viertelstunde erübrigen kann.

Heute VM habe ich schon einiges zuwege gebracht (leider auch wegen Zeitdrucks) - aber nun habe ich doch ein zufriedenes Gefühl. Ich versuche manchmal, mich mit diesem zufriedenen Gefühl zu motivieren. Gelingt nicht immer. Ich muss noch viel üben ... :whistling:
Gruß, wudi

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5

Sunday, June 7th 2009, 12:28pm

So etwas gibt mir zu denken - und ich schimpfte mich ein wenig, dass ich oft gar nicht mit dem Aufräumen anfange, also nicht einmal eine Viertelstunde erübrigen kann.


Ich habe neulich ein paar mal gestoppt, wie lange ich brauche, um den Geschirrspüler auszuräumen. Je nach Inhalt waren es maximal 7 min. Normalerweise aber nur rund 3 min.
GTD gelesen 11/2007 +++ GTD umgesetzt seit 04/2008 +++ mein Werkzeug ist ein Atoma-Buch in A4

wudi

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6

Sunday, June 7th 2009, 3:00pm

Warum verschiebt man so eine Tätigkeit aber immer wieder?
Gruß, wudi

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7

Sunday, June 7th 2009, 3:53pm

Das Spülmaschineausräumen? Weil sich durchs Verschieben oft jemand anderes findet, der es zähneknirschend macht.
Für fast alle anderen ungeliebten Aufgaben gilt das aber leider nicht ... ich versteh die eigene Doofheit da auch nicht.

wudi

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8

Sunday, June 7th 2009, 4:10pm

Neil Fiore gibt als eine der ersten Aufgaben, man möge herausfinden, warum man etwas verschiebt. Ich versuche schon seit drei Monaten, meine Gefühle beim Aufschieben zu deuten - es gelingt mir nicht. Es ist einfach eine Hemmschwelle in mir - aber ihre Art, ihre Ursache? ?(
Gruß, wudi

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9

Sunday, June 7th 2009, 4:52pm

Och, da gibt's viele Möglichkeiten.

Beim Spülmaschineausräumen ist das ganz einfach: die meisten Sachen gehören in Hängeschränke, und da meine Halswirbelsäule geschädigt ist, ist es für mich unangenehm, nach oben zu gucken und nach oben zu greifen. HAL hat die Küche eingerichtet, und zum einen war damals meine HWS noch nicht so kaputt und zum anderen ist er größer als ich und hat einfach beim Ausmessen+Planen nicht dran gedacht, daß ich so'n 1,64-m-Erdnuckel bin. Läßt sich aber jetzt auch nicht mehr ändern, denn würde man alles nach unten räumen, hätte HAL Schwierigkeiten - bei dem ist die Lendenwirbelsäule kaputt. Jaja, wir ergänzen uns prima.

Aber von solchen orthopädischen Möglichkeiten der objektiven Aufgabenerschwernis mal abgesehen: Kann es sein, daß wir immer am ehesten die Aufgaben verschieben, von denen wir tief im Innern denken, daß das eigentlich nicht unsere Aufgaben sind, sondern in einer besseren Welt jemand anderes die machen sollte? Oder solche Aufgaben, deren Notwendigkeit wirklich nicht wir verbrochen haben - z.B. wenn man selbst grundsätzlich nur bügelfreie Klamotten trägt, der Göttergatte aber auf gebügelte Baumwollhemden besteht (frei erfundenes Beispiel, ich bügele praktisch nie)?

wudi

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10

Sunday, June 7th 2009, 6:33pm

Ich weiß nicht, ob das die Ursachen sind. Aber manchmal nervt es mich gewaltig, dass ich erstens die Hälfte meiner beruflichen Arbeit daheim machen und zweitens mich dann in den Arbeitspausen um meinen Haushalt kümmern muss. Immer arbeiten. Es gibt immer etwas zu tun, das hört nie auf.
Gruß, wudi

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Grundmann

Intermediate

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11

Sunday, June 7th 2009, 8:12pm

Ursachen für Aufschieberitis

Unangenehme Aufgaben schiebe ich auch gerne, unabhängig davon, ob es nur eine Minute dauert oder ein großes Projekt zu bewältigen ist (für letzteres hilft die "Salamitaktik" zur Selbstüberwindung).

Hier ist einfach nur Konsequenz angesagt, die Aufgaben aus der N/A-Liste einfach abzuarbeiten (wie einfach sich das schreibt...).
Meistens reicht meine Selbstdisziplin...

Viele Grüße
Thorsten

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12

Sunday, June 7th 2009, 8:13pm

Neil Fiore gibt als eine der ersten Aufgaben, man möge herausfinden, warum man etwas verschiebt.(


Das ist ein interessanter Ansatz. Ich sollte damit beginnen, dass ich notiere/markiere, was ich überhaupt aufschiebe. Oder ich spare mir die Zeit und erledige stattdessen was. Denn wahrscheinlich hilft gegen Aufschieberitis nur das Nike-Prinzip: Just do it.

Oder doch, sich die Konsequenzen des aufschieben klar zu machen? Den Geschirrspüler ausräumen schiebe ich nämlich schon lange nicht mehr auf. Weil sonst die Folge ist, dass gebrauchtes Geschirr rumsteht. Das kann ich gar nicht leiden. Außerdem, es dauert doch eh nur ein paar Minuten.

Oder sich die Aufgabe vereinfachen und versüßen? Siehe z.B. meine Erfahrungen mit Stundenerfassung in diesem thread.

Empfiehlt Neil Fiore auch Lösungen?
GTD gelesen 11/2007 +++ GTD umgesetzt seit 04/2008 +++ mein Werkzeug ist ein Atoma-Buch in A4

wudi

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13

Sunday, June 7th 2009, 9:06pm

Empfiehlt Neil Fiore auch Lösungen?
Wie meinst du das, Sportsfrau? Genaue Anweisungen?

Zunächst meint er, dass man es leichter hat, die Aufschieberitis anzugehen, wenn man herausgefunden hat, wann und warum man aufschiebt bzw. was genau. Auch empfiehlt er, ein paar Tage genau aufzuschreiben, was man tut.

Zu den weiteren Empfehlungen gehört diese "Unscedule", also ein Stundenplan, in den man sich zunächst die fixen Verplanungen einträgt, dann aber zuerst die Pausen und erst zum Schluss die restliche Arbeit. Die Pausen soll man genießen, ohne schlechtes Gewissen. Sind eine Art Belohnung.

Auch den Küchenwecker empfiehlt er - diese 30 min sollten hochkonzentriert sein. Bei jeder Unterbrechung muss neu mit dem Zählen begonnen werden. Und dann eine Atem- bzw. Entspannungsübung:
Also - sich's bequem machen, dann in drei tiefen Atemzügen das Vergangene auspusten, in den nächsten drei alles Zukünftige, in den dritten drei Atemzügen die Gegenwart. Wenn alles ausgepustet ist, soll man sich positiv für eine zu erledigende Sache motivieren, seine Energie dafür sammeln.

Der Jammer mit der Aufschieberitis ist halt, dass man keine Aufschieberitis haben dürfte, um den ersten Schritt der Überwindung zu tun. Man muss sozusagen für den ersten Schritt aufschieberitisfrei sein - das ist ja fast unmöglich. :D Ungefähr so, wie wenn der Fußballer sagt: "So, jetzt schieße ich mal ein Tor und dann fange ich an, Fußball spielen zu lernen."
Gruß, wudi

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14

Sunday, June 7th 2009, 9:34pm

Der Jammer mit der Aufschieberitis ist halt, dass man keine Aufschieberitis haben dürfte, um den ersten Schritt der Überwindung zu tun. Man muss sozusagen für den ersten Schritt aufschieberitisfrei sein - das ist ja fast unmöglich. :D Ungefähr so, wie wenn der Fußballer sagt: "So, jetzt schieße ich mal ein Tor und dann fange ich an, Fußball spielen zu lernen."


Du bist zu streng mit dir. Der erste Schritt ist nicht "ein Tor schießen", das ist ne Runde um den Platz joggen!
GTD gelesen 11/2007 +++ GTD umgesetzt seit 04/2008 +++ mein Werkzeug ist ein Atoma-Buch in A4

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15

Sunday, June 7th 2009, 10:19pm

Hallo,

ich überliste mich momentan sehr erfolgreich gegen meine Aufschieberitis mit einem digitalem Zeittagebuch.
Siehe auch meinen Thread:
Zeittagebuch

Mein digitaler Terminkalender erinnert mich an die ein oder andere Aufgabe.
Falls es zu den einzelnen Aufgaben Unterlagen gibt, liegen diese ordentlich mit Deckblatt incl. Notizen und ggf. nächste Schritte versehen in meiner Wiedervorlage = Pultordner 1 - 31.
Erledigte Aufgaben incl. Notizen werden im entsprechenden Ordner abgeheftet.
Sonstige Notizen werden, falls vielleicht doch noch mal interessant oder "wichtig", auf dem PC gespeichert.

Der Terminkalender ermahnt mich und ich habe in den meisten Fällen brav die jeweilige Aufgabe abgearbeitet oder zumindest einige Schritte weiter getrieben und dies notiert und auch evtl. nächste Schritte formuliert. Ich schweife auch nicht mehr so leicht ab, da ich mir für die entsprechende Aufgabe "kleine" Arbeitszeiten (z.B. 20 Minuten) setze. Mit viel Glück komme ich dann richtig in Fahrt und arbeite an der Aufgabe einige Minuten weiter.
Liebe Grüße :D

Miscellaneous

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abz

Master

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16

Sunday, June 7th 2009, 11:44pm

Quoted

Der Jammer mit der Aufschieberitis ist halt, dass man keine Aufschieberitis haben dürfte, um den ersten Schritt der Überwindung zu tun. Man muss sozusagen für den ersten Schritt aufschieberitisfrei sein - das ist ja fast unmöglich.

Einen ganz guten Tip hab ich letztens in Do it Tomorrow gelesen. Wenns auch psychologisch nicht ganz fundiert sein mag, geht der Autor davon aus, dass wir im Gehirn einen "reaktiven" Teil und einen "rationalen" Teil haben. Der rationale macht das Planen und ist intelligent, der reaktive ist eher instinktiv und vermeidet Aufgaben, wenn sie ihm als Gefahr erscheinen.

Der rationale Teil kann aber den anderen überlisten. Zum Beispiel, indem man sich z.B: sagt: "Ich will jetzt gar nicht den Artikel schreiben, ich mache nur mal die Datei auf." (oder die Spülmaschine)... Oft klappt es dann, dass man doch weitermacht. Primitiv aber hat jetzt bei mir schon öfters geklappt, den Anfangswiderstand zu überwinden.
Und wie Evaluise schreibt - so schlecht geht es uns ja gar nicht. Wahrscheinlich hätten 99% der Menschheit gern so einen Job wie ich ;) und ich bin innerlich nicht zufrieden. Hm.

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Posts: 23

17

Sunday, June 7th 2009, 11:53pm

Der rationale Teil kann aber den anderen überlisten. Zum Beispiel, indem man sich z.B: sagt: "Ich will jetzt gar nicht den Artikel schreiben, ich mache nur mal die Datei auf." (oder die Spülmaschine)... Oft klappt es dann, dass man doch weitermacht. Primitiv aber hat jetzt bei mir schon öfters geklappt, den Anfangswiderstand zu überwinden.
Das ist ein guter Ansatz, den ich morgen direkt ausprobieren und dann verinnerlichen werde.

Die Aussage stimmt für mich jetzt schon, denn wenn ich mir das ein oder andere anschaue = die entsprechende Mappe öffne und lese, bleibe ich meistens dran und füge zumindest einige Schritte hinzu.
Liebe Grüße :D

Miscellaneous

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