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cig

Meister

Registrierungsdatum: 6. März 2009

Beiträge: 505

1

Montag, 16. Oktober 2017, 08:01

Besser organisiert mit Schönschrift?

Etwas aus der Ecke "Selbstmanagement".
Vielleicht auch zu banal oder passender in der "Sofaecke".

Ab und zu störe ich mich an meinen Papier-Notizen, weil sie zwar sichtbar rumliegen oder in meinem Notizheft/-buch/-mappe/-block stehen, ich sie aber wenig beachte, selbst wenn ich drüberlese.
Natürlich interessiert mich "altes" Geschreibsel herzlich wenig, wenn es rundherum hektisch ist.
Allerdings brauche ich auch nix aufzuschreiben, wenn ich es dann bei der Durchsicht sowieso ignoriere.

Mein Selbstversuch funktioniert seit einigen Wochen ganz gut: Schönschrift. Genau: Grundschule, erste Klasse.
Nachteil: dauert ewig, gefühlt mehrere Sekunden pro Buchstabe.
Vorteil: mehr Konzentration auf den Inhalt (Fokussierung), erzwungenes Runterfahren (Hektikbremse), schnelleres Weiterverarbeiten bei Durchsicht (Präsenz), geordnet, übersichtlich, hübsch (was fürs Auge ;) ).

Wenn es stressig-hektisch ist, geht es natürlich nicht.
Aber nach einigen Wochen bin ich auch einigermaßen schnell beim Schreiben.
Was mir auch aufgefallen ist: mit Kugelschreiber ist es erheblich schwieriger, "sauber" zu schreiben.

Lvood151

Meister

Registrierungsdatum: 6. August 2009

Beiträge: 552

2

Sonntag, 29. Oktober 2017, 09:37

Hallo cig,

an meinen Notizen stört mich auch häufig die sehr schlecht lesbare Schrift und ich bewundere es immer, wenn ich die Notizbücher von Kollegen mit einem sauberen, schönen Schriftbild sehe...

hier gab es übrigens schon mal eine Diskussion zu dem Thema:

von der Sauklaue zur lesbaren, sauberen Dokumentation - Tipps für bessere Notizen?


Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit dem Thema noch nicht wirklich weitergekommen bin - aber es ist ja auch erst fünfeinhalb Jahre her... :whistling:
Ich mache die meisten Notizen elektronisch am Computer - hilft bei Volltextsuche, Lesbarkeit und ggf. weitergeben an Kollegen,
ist aber natürlich nicht dasselbe wie auf Papier und hat weniger "Stil", finde ich.
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

cig

Meister

Registrierungsdatum: 6. März 2009

Beiträge: 505

3

Samstag, 4. November 2017, 16:30

hier gab es übrigens schon mal eine Diskussion zu dem Thema:

von der Sauklaue zur lesbaren, sauberen Dokumentation - Tipps für bessere Notizen?
Oh, Du hast recht. Da hätte ich gar keinen neuen Beitrag aufmachen müssen. :whistling:
Da wurde mehrere Male "üben" erwähnt. Kann ich bestätigen.

Inzwischen kann ich sogar leserlich auf Karopapier schreiben (also diese Mathehefte mit kleinen Kästchen). Ich weiß gar nicht mehr, wie ich es in der Schule hinbekommen hatte.
Angefangen hatte ich mit Sütterlin (was auch genannt wurde), darüber kam ich dann zur Lateinischen Schulausgangsschrift.

Was für meine Kollegen auffindbar sein muss, lege ich natürlich in Dateien ab.
Aber es kommt nur gaaanz selten vor, dass ich nach "meinen" Notizen suche. Seit ich sie per Hand schreibe, weiß ich noch ungefähr die Inhalte oder es ist nicht wichtig.

Lvood151

Meister

Registrierungsdatum: 6. August 2009

Beiträge: 552

4

Sonntag, 5. November 2017, 08:42

Seit ich sie per Hand schreibe, weiß ich noch ungefähr die Inhalte oder es ist nicht wichtig.


Hm. ich habe sehr große Schwierigkeiten, mir Details zu merken - oft selbst mit den groben Informationen.
Deswegen scheinen meine elektronischen und schnell durchsuchbaren Notizen mir für meine Arbeit unerlässlich.
Denn es geht so viel Zeugs über meinen Schreibtisch, dass ich oft nicht einmal mehr weiß, dass ich das Thema schon mal hatte (oft ist es nur eine vage Ahnung) und meine Notizen fördern dann oft Überraschendes zutage.

Da ich viele Fragen von Kollegen bekomme, die ich beantworten will/muss, ist das gerade bei sehr exotischen Themen hilfreich.
Und oft sind die relevanten Informationen mehrere Jahre alt - da hätte ich mit einem klassischen chronologischen Notizbuch k(aum)eine Chance, diese im richtigen Moment wiederzufinden.

Die Frage, ob ich mir Dinge, die ich mir von Hand aufgeschrieben habe, besser merken kann, ist eine sehr gute - möglicherweise ja.
(Zumindest habe ich in Schule und Studium immer sehr gut so gelernt, dass ich mir möglichst knappe und kompakte Zusammenfassungen des Lernstoffs gemacht habe - idealerweise alles auf 1 Blatt, oder eben viele Seiten, wenn es umfangreich war).
Das hilft mir enorm beim Verstehen und Lernen.

Und es wäre möglich, dass man beim Handschriftlichen Gestalten der Notizen einen anderen Zugang zu den Inhalten bekommt als beim reinen Tippen am Computer...
Bildnachweis Avatar: "African Owl" (c) Bill Hails

MindLikeWater

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 15. Mai 2014

Beiträge: 97

5

Montag, 6. November 2017, 17:00

Hm. ich habe sehr große Schwierigkeiten, mir Details zu merken - oft selbst mit den groben Informationen.
Deswegen scheinen meine elektronischen und schnell durchsuchbaren Notizen mir für meine Arbeit unerlässlich.
Denn es geht so viel Zeugs über meinen Schreibtisch, dass ich oft nicht einmal mehr weiß, dass ich das Thema schon mal hatte (oft ist es nur eine vage Ahnung) und meine Notizen fördern dann oft Überraschendes zutage.


Das geht mir genauso. Deswegen mache ich Notizen immer "projekt"bezogen in einem Projekt-Tagebuch, das im Laufe der Zeit alle relevanten Infos zum Projektlauf beinhaltet. Dort finde ich dann oft nach Monaten oder Jahren genau das , was ich oder ein Kollege gerade brauche / braucht. Ein Problem in meinem Arbeitsumfeld sind nämlich die extreme langen Projektlaufzeiten (ca. 5 Jahre) und damit verbunden die Vielzahl aktuell laufender Projekte (sicher 40 Stk.).
Da kann man sich einfach nix mehr merken, nicht einmal grobe Parameter oder Projekttermine.

Auch das notizartige wiederholte Zusammenfassen des Stoffes beim Studium kommt mir sehr bekannt vor. Das habe ich auch erfolgreich jahrelang so betrieben; ich denke man bekommt damit eine "innere Bindung" zum Stoff.
Das wäre zB am Computer undenkbar gewesen. Das würde ich auch heute noch auf jeden Fall handschriftlich machen.
GTD gelesen 2013-10 / seitdem Implementierung in mein schon vorher vorhandenes GTD-ähnliches System / Werkzeug: PC-Arbeitsplatz

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MindLikeWater« (6. November 2017, 17:00)


cig

Meister

Registrierungsdatum: 6. März 2009

Beiträge: 505

6

Dienstag, 7. November 2017, 14:15

Denn es geht so viel Zeugs über meinen Schreibtisch, dass ich oft nicht einmal mehr weiß, dass ich das Thema schon mal hatte (oft ist es nur eine vage Ahnung) und meine Notizen fördern dann oft Überraschendes zutage.
Das liest sich so, dass Du einerseits von den Inhalten sozusagen "überrascht" wirst, weil Du wenig Einfluss darauf hast. Andererseits scheint die Verweildauer auf Deinem Arbeitsplatz kurz zu sein. = Viele Dinge + wenig Zeit ?

Wenn es hektisch ist, könnte es das Abbremsen/Runterfahren etwas unterstützen. "Moment mal, ich muss mir mal kurz eine Notiz machen." Meine Kollegen fühlen sich dann etwas mehr beachtet. Das Gute daran ist, dass ich die Schreibgeschwindigkeit bestimme. ;)
Wenn ich in den PC tippe, ist es nicht so, dann kann es sein, dass sie fröhlich weiterplappern.
Es gibt aber natürlich auch die Personen, die gar nicht mehr aufhören, von Ihren Problemen zu reden. :wacko:

Deswegen mache ich Notizen immer "projekt"bezogen in einem Projekt-Tagebuch, das im Laufe der Zeit alle relevanten Infos zum Projektlauf beinhaltet. Dort finde ich dann oft nach Monaten oder Jahren genau das , was ich oder ein Kollege gerade brauche / braucht. Ein Problem in meinem Arbeitsumfeld sind nämlich die extreme langen Projektlaufzeiten (ca. 5 Jahre) und damit verbunden die Vielzahl aktuell laufender Projekte (sicher 40 Stk.).
Äääh ... Du hast 40 Projektbücher?
Und Du schreibst in alle rein? 8|
Und Du findest Informationen darin wieder, nicht nur chronologisch, sondern auch inhaltlich?
Ich bin beeindruckt. :!:

MindLikeWater

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 15. Mai 2014

Beiträge: 97

7

Dienstag, 7. November 2017, 17:10

Äääh ... Du hast 40 Projektbücher?
Und Du schreibst in alle rein? 8|
Und Du findest Informationen darin wieder, nicht nur chronologisch, sondern auch inhaltlich?
Ich bin beeindruckt. :!:

Sorry das habe ich gaaanz schlecht formuliert.

Mein Projekttagebuch ist eine Word-Datei (ich weiß wir sind hier in einem Thread über Schönschrift-Notizen, aber es hängen halt alle Themen miteinander zusammen). Über links am Desktop habe ich einen Direktzugriff auf alle diese aktuellen Projekttagebücher. Und wenn eines dieser Projekte gerade in Arbeit ist oder ein anderes auf einmal aufschreit, dann habe ich mein "Tagebuch" schon offen...

Schriftliche Notizen nutze ich nur als Besprechungsmitschrift. Und wenn aus der Besprechung wirklich wichtige Infos übrigbleiben, fließen diese in meine elektronischen Projekttagebücher ein, oder es werden NextAction-Items in meinem System daraus generiert.

Komplett papierlos bin ich aber nicht unterwegs. Einzelne Flugzetteln, die sich im Zuge der Projektarbeit ergeben, werden, solange sie "active" sind, in einem "Projektfolder" gelagert (seitlich und oben offene Kunststoffhüllen. die versetzt aufgeschlichtet am Schreibtisch liegen). Diese enthalten aktives Material von Projekten. Beim weekly review werden sie auf Aktualität geprüft, und dann entweder Next Actions daraus generiert oder in Ordner abgeheftet, falls nicht mehr aktiv. So gelingt es mir auch, den Papierkrieg auf einem erträglichen Maß zu halten. Ich verwende aber nur Einzelzetteln (entweder leere A4 Zetteln oder Zetteln aus meinem Atoma-Besprechungsbuch), die sich dann leicht sortieren und zuordnen lassen. Keine Notizbücher oder Hefte.
Chronologische Notizen habe ich überhaupt nicht. Alles ist einem Projekt zuordenbar; manche Projekte sind halt keine Projekte im Sinne der Firma, sondern eher Projekte im David-Allen-Sinne.

Ich hoffe, ich konnte ein Missverständnis klären. Wenn jemand 40 Notizbücher pflegen würde, wäre ich auch beeindruckt :thumbup: .
GTD gelesen 2013-10 / seitdem Implementierung in mein schon vorher vorhandenes GTD-ähnliches System / Werkzeug: PC-Arbeitsplatz